Rund 100 Mitarbeiter folgen Aufruf zu Warnstreik

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Aktion bei Handtmann Leichtmetallgießerei - IG Metall sieht starkes Signal

Frohnau.

Rund 100 Mitarbeiter der Leichtmetallgießerei Handtmann in Frohnau sind dem Aufruf der Industriegewerkschaft (IG) Metall zum Warnstreik am Montagnachmittag gefolgt. Unter Aufsicht der Polizei und begleitet von Ermahnungen, die Abstandsregeln einzuhalten, gab es am Parkplatz oberhalb der Firma eine Kundgebung. Grund für den Warnstreik: die deutschlandweit festgefahrenen Tarifverhandlungen. "Es geht darum, endlich ein Angebot von den Arbeitgebern zu bekommen", sagte Betriebsratschef Tobias Günther, der gemeinsam mit der IG Metall zudem gegen eine Reduzierung der Leistungszulage im Frohnauer Unternehmen kämpft.

Den Auftritt am Montag wertete Günther deshalb zugleich als starkes Zeichen in Richtung Werkleitung, sich endlich zu bewegen. "Wir lassen uns die 6,5 Prozent nicht kampflos wegnehmen." Mit Blick auf seine anwesenden Kollegen sagte der Betriebsratschef: "Ich bin stolz auf euch." Thomas Knabel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Zwickau, sah in dem Warnstreik einen vollen Erfolg, ein Signal aus Annaberg für die gesamte Region. Als Kuriosum bezeichnete Gewerkschaftssekretär Florian Hartmann indes die Reaktionen des Arbeitgebers. Der habe kurz vor Beginn des Warnstreiks untersagt, das Betriebsgelände zu betreten, also auch den Parkplatz und die angrenzende Wiese. Außerdem saß Werkleiter Joachim Reuter auf dem Parkplatz in einem Auto und beobachtete das Geschehen. So etwas habe es bisher noch nicht gegeben, kritisierte Thomas Knabel. Wie schon bei einer Aktion der IG Metall Anfang März vor der Firma Handtmann wollte Joachim Reuter das Ganze nicht kommentieren. (kjr)

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