Sandmann, Ritter und Promis: So feiert Thum sein großes Fest

Es sollen Tage werden, wie sie die Bergstadt noch nie erlebt hat in ihrer 550-jährigen Geschichte. Dabei werden auch bekannte Namen eine Rolle spielen.

Thum.

Wer ganz genau wissen möchte, wie viel Zeit vergeht bis zur großen Thumer Festwoche, kann die Internetseite der Stadt besuchen. In Tagen, Stunden, Minuten und sogar Sekunden läuft dort der Countdown. Die "Freie Presse" hat zusammengetragen, was nach derzeitigem Vorbereitungsstand die Jahnsbacher, Herolder, Thumer und ihre Gäste vom 31. August bis zum 8. September alles erwartet.

A wie Anfang: Der offizielle Startschuss fällt am Samstag, 31. August um 18 Uhr. Dabei heißt es unter anderem Bühne frei für den Dramatischen Verein.


B wie Beteiligte: Die Fäden für die Organisation laufen bei Eventmanagerin Katrin Seemann und René Dippmann im Volkshaus zusammen. Insgesamt gehören etwa zehn Leute zum "harten Kern".

C wie Chronik: Eine dicke Broschüre mit dem Titel "Thum im Jahre 2019" soll zum Fest erscheinen und Wissenswertes zu Firmen, Vereinen und Institutionen aus allen Ortsteilen enthalten.

D wie Durst: Die Verpflegung liegt in den Händen eines General-Caterers aus Chemnitz. Die Verkaufsstände sind über das gesamte Veranstaltungsgelände verteilt. Es soll Klassiker wie Bratwurst, Burger und Lángos, aber auch nicht Alltägliches geben.

E wie Eintritt: Der ist für alle Veranstaltungen frei. Die Stadt hat ein Budget von 85.000 Euro eingeplant. "Da liegen wir voll drin", sagt Stadtfest-Organisatorin Seemann.

F wie Färberstraßenfest: Das "kleinste Volksfest im Erzgebirge" findet am 31. August statt. Am Abend marschieren die Färberstraßenleute mit Begleitung der Steinbacher Schalmeien zum Volkshaus - zur gemeinsamen Festwocheneröffnung.

G wie Gendarme. Die wird es zwar nicht geben in Thum, allerdings ein umfangreiches Sicherheitskonzept, in das Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte und Security eingebunden sind. In rund drei Dutzend Szenarien vom herrenlosen Gepäckstück über randalierende Besucher bis hin zum Terroranschlag werden Gefahren und Gegenmaßnahmen benannt.

H wie Händler: Natürlich sollen Händlerbetrieb und Rummel nicht fehlen, noch laufen Abstimmungen. Geplant ist laut Stadt ein fester Stamm, aber auch wechselnde Angebote. Die Anzahl der Schausteller steht indes noch nicht fest.

I wie Institutionen: 38 Vereine, 19 Gewerbetreibende, 9 Privatpersonen und 30 Sponsoren haben ihr Mitwirken beim Spektakel zugesagt.

J wie Jubiläumsartikel: Teddys, Schirme - für Sonne und Regen -, Fahnen, Bierkrüge, Aufkleber ... die Stadt verkauft eine ganze Reihe von speziellen Souvenirs. Diese werden unter anderem während des Stadtfestes an der Infohütte der Stadt erhältlich sein. Sie soll Besuchern auch als Anlaufpunkt bei Fragen aller Art dienen.

K wie Klo: Öffentliche Toiletten stehen in der Brauhausstraße neben der Feuerwehr, bei Veranstaltungen im Rathaus sowie in Form von zwei großen Container-Toiletten am Markt und am Hartplatz zur Verfügung.

L wie Leuchtturm: 2020 gibt es das christliche Festival Leuchtturm XXL. Bereits für das Stadtfest, für den 2. September, hat die Junge Gemeinde Thum ein Warmup dafür auf die Beine gestellt. Hauptact für die Jugendveranstaltung ist die Band "Normal ist anders".

M wie Musik: Kein Fest ohne Musik. Größter Name in der Festwoche sind fraglos Stereoact, die am 6. September, 21.30 Uhr im Festzelt auftreten. Weitere Künstler: die Party-Coverband Friendly Elf, Little Green Men und Opal.

N wie Nachwuchs: Am 4. September steigt von 9 bis 17 Uhr ein Kinderfest mit Wettkämpfen und Aktionen, in das Schule und Kitas eingebunden sind.

O wie olympischer Geist: Am Tag vor der Festeröffnung findet der Thumer Werfertag statt. Dabei treffen am 30. August Sportler aus 14 Nationen aufeinander.

P wie prominent: Der in der Bergstadt geborene Regisseur Günter Meyer ("Spuk unterm Riesenrad") wird zum Thementag "prominentes Thum" erwartet. Weiter ist ein Sportlerforum geplant, mit Sven Lang, Christina Schwanitz und Barbara Beyer. Auch die Familie Schönherr und das Sandmännchen werden vertreten sein - der Herolder Erich Schönherr hatte dem Sandmännchen einst sein heutiges Gesicht gegeben.

Q wie Quereinstieg nach Thum: Eventmanagerin Katrin Seemann ist im Dezember 2017 in die Bergstadt gekommen, um die große Sause zur organisieren. Ihr Vertrag läuft bis Ende Oktober. "Danach ist alles offen", sagt sie.

R wie Ritterlager: Mittelalter zum Anfassen gibt es am 7. September, wenn die Ritterschaft zu Hohenstein vor dem Rathaus ihr Lager aufschlägt. Mehr als ein Dutzend Akteure entführen die Besucher in eine längst vergangene Epoche.

S wie Schaufenster: Rund ein Dutzend Schaufenster in der Stadt werden von Vereinen und Privatpersonen thematisch gestaltet. Beispielsweise in der Chemnitzer Straße 23, wo Intarsienschnitzer Harry Müller an allen Tagen obendrein seine Kunst ausführt.

T wie Thementage: Während der Festwoche vom 31. August bis zum 8. September gibt es fünf spezielle Thementage: Bergbau, Historisches, Berühmtes, Eisenbahn und Feuerwehr.

U wie Umzug: Der Festumzug zum Abschlusstag soll 14 Uhr an der Auerbacher Straße beginnen. Weitere Umzüge aus den Ortsteilen laufen dem Hauptumzug entgegen und holen ihn ab, um die Einigkeit von Jahnsbach, Herold und Thum zu symbolisieren.

V wie Veranstaltungsgelände: Hauptveranstaltungsorte soll der Neumarkt mit umliegenden Straßen sein, auch der Hartplatz ist eingeplant. Das Volkshaus dient als Organisationszentrale.

W wie Wetter: Alles völlig absichern kann man freilich nicht bei so einem Festprogramm, die Organisatoren hoffen auf gutes Wetter. Auf dem Neumarkt wird für alle Fälle ein 25 mal 25 Meter großes, Rundbogenzelt stehen. "Die Bühne wird auch von draußen einsehbar sein", so Katrin Seemann.

X wie X Besucher: Mit rund 2500 bis 3000 Besuchern pro Veranstaltungsort kalkuliert die Stadt an den Haupttagen, unter der Woche weniger. Zum Festumzug wird das Dreifache erwartet - freilich verteilt an den Straßen.

Y wie Youngtimer: Diese sind bei dem Treffen am 7. September auf Oberem Markt und Markstraße nicht zugelassen, dafür aber Oldtimer. 13 Uhr starten die Teilnehmer des "1. Offenen Thumer Treffens für Oldtimerfahrzeuge" zu einer Rundfahrt.

Z wie zum Schluss: Den Schlusspunkt der Festwoche markiert ein Auftritt der hiesigen Gruppe Opal am Sonntag. Damit soll das Fest ausklingen. "Es fliegt aber keiner vom Gelände", verspricht Katrin Seemann augenzwinkernd.

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