Sanierung B 101: Die fehlenden 1,6 Kilometer im Kurort

Thermalbad Wiesenbad leidet unter den seit Jahren andauernden Bauarbeiten auf der Bundesstraße. 2020 soll nun das letzte Stück fertig gestellt werden. Derweil hält sich ein Gerücht hartnäckig.

Thermalbad Wiesenbad.

Seit 2015 ist die B 101 ringsum und in Thermalbad Wiesenbad immer wieder gesperrt gewesen, weil die Fahrbahn saniert beziehungsweise ein Kreisverkehr gebaut wurde. Der Kurort war damit oft monatelang nur über Umwege erreichbar. In diesem Jahr hofften die Kommune und auch die Anwohner, dass das Ganze endlich ein Ende hat. Doch so ist es nicht gekommen. Noch immer fehlt ein Stück. Konkret geht es um den Bereich zwischen Kreisverkehr und Dreigüterstraße. Letztere wurde im Herbst dieses Jahres fertiggestellt, der Abzweig neu gestaltet.

1,6 Kilometer liegen zwischen diesen beiden Punkten. Und eigentlich sollte dieses Stück der B 101 im Zuge der Sanierung an der Dreigüterstraße mit gemacht werden. So zumindest wurde es Bürgermeisterin Berit Schiefer und der Verwaltung kommuniziert. Doch es tat sich nichts. Also ging Berit Schiefer in die Offensive, sie schrieb an das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr, forderte Erklärungen und vor allem die Fertigstellung. Immerhin fragen die Thermalbad Wiesenbader nicht in Dresden nach, wenn sie sich über die permanenten Baustellen im und um den Ort herum ärgern, sondern bei der Gemeinde.

Doch vor Kurzem konnten die Einwohner ihre Fragen ganz direkt bei einem Lasuv-Mitarbeiter loswerden. Karsten Mühlmann, Abteilungsleiter für den Bereich Planung und Straßenbau bei der Lasuv-Niederlassung in Zschopau, kam in den Gemeinderat. Er konnte zumindest für das kommende Jahr Hoffnung machen. Laut seiner Auskunft ist für 2020 geplant, die fehlenden 1,6 Kilometer zu sanieren. Mühlmann hofft, dass es im Sommer losgehen kann. Der Baustart sei allerdings in Abhängigkeit von den Bauarbeiten auf der B 95 zu sehen. Auf dieser Bundesstraße werde im kommenden Jahr die Sanierung ab dem Knotenpunkt Morgensonne Richtung Bärenstein fortgeführt. Je nach Wetterlage sollen die Arbeiten dort im Frühjahr beginnen.

Während der Ratssitzung kam das Gespräch auch auf ein Gerücht. Im Ort erzählt man sich, dass der Kreisverkehr in Thermalbad Wiesenbad zu klein konzipiert sei und daher vergrößert werden müsse. Stimmt nicht, hieß es dazu aus der Gemeindeverwaltung und vom Lasuv-Abteilungsleiter. Der Kreisverkehr sei richtig so. Da die Bundesstraße perspektivisch zur Staatsstraße abgestuft werden soll, was eine positive Entwicklung für den Kurort wäre, wurde er für diese Anforderungen konzipiert.

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