Scheibenberg stellt Regeln für Spielplatz im Stadtpark auf

Anwohner der Bergstraße hatten sich im vergangenen Jahr über zu viel Lärm beschwert. Vor allem die neue Seilrutsche wurde auch spätabends und nachts genutzt. Mit einer Spielplatzordnung soll sich das nun ändern.

Scheibenberg.

Wenn Kinder spielen, kann es auch schon mal ein bisschen lauter zugehen. Doch das ist in Scheibenberg nicht das Problem. Vielmehr veranlassten vor allem etwas ältere Protagonisten die Stadtverwaltung und den Stadtrat, für den Spielplatz im Stadtpark eine Spielplatzordnung aufzustellen.

Das Problem: Das Areal an der Bergstraße wird nicht nur von kleinen Kindern genutzt. Vor allem in den Abend- und Nachtstunden kam es in den Sommermonaten des vergangenen Jahres immer wieder zu Ruhestörungen. Das ärgerte die Anwohner. Die neue Seilrutsche war dabei eines der beliebten Betätigungsfelder. Bereits im vergangenen Jahr wurden die Sitze der Seilrutsche daher zum Beispiel während des Vollmondkamps an den Orgelpfeifen zeitweise abgeschraubt.

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Doch eine generelle Lösung war nötig. Also wurden die Probleme mit dem Lärm vom Spielplatz Thema im Stadtrat. Eine Spielplatzverordnung sollte aufgestellt werden. Nun ist sie fertig. Darin wird unter anderem geregelt, dass der Spielplatz im Stadtpark das ganze Jahr über in der Zeit von 8 bis 20 Uhr genutzt werden kann. Spielgeräte, also auch die Seilrutsche, sind allerdings nur für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres gestattet. Doch das ist nicht alles, was in der "Polizeiverordnung für Kinderspielplätze im Stadtgebiet Scheibenberg" aufgeführt ist. Der Genuss von Tabakwaren, das Mitbringen und der Konsum von berauschenden Mitteln und Substanzen sind untersagt. Gleiches gilt für das Mitbringen und Führen von Tieren.

Die jetzige Fassung der Spielplatzordnung stellt einen Kompromiss dar. Die Stadtratsfraktionen konnten im Zuge der Erarbeitung ihre Vorstellungen einbringen. Dabei zeigte sich, dass es unterschiedliche Ansichten gibt, welche Regeln konkret aufgestellt werden sollen. Am Ende einigte man sich aber. "Das ist für alle akzeptabel", sagte beispielsweise Tilo Ficker. Die Polizeiverordnung sei ein Zeichen für die Anwohner, dass die Stadt auf Probleme und Beschwerden reagiere. Allerdings stelle sich nun noch die Frage, wie das Ganze am Ende auch kontrolliert werden kann. Knut Vetter appellierte zudem, dass die geplanten Hinweisschilder so schnell wie möglich aufgestellt werden müssten. Mit ihnen sollen die Spielplatznutzer auf die Regularien hingewiesen werden. Der Scheibenberger Stadtrat stimmte der Polizeiverordnung einstimmig zu.

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