Schlechte Noten für das Corona-Krisenmanagement im Erzgebirge

Insgesamt 4910 Infizierte seit März und 121 Todesfälle - das sind die aktuellen Zahlen zur Corona-Lage im Erzgebirgskreis. Doch nicht nur die Zahlen werden stetig größer, sondern auch die Sorgen in der Bevölkerung.

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77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    1
    Kat
    13.11.2020

    Es ist schwer zu verstehen, wieso es dem Landrat in dieser und auch in vergangenen PKs zunächst immer wieder prioritäres Anliegen ist, Zahlen zu erklären und zu relativieren (in einer der vergangenen PKs waren das sogar seine Worte). Die Lage im Erzgebirge ist verheerend. Andernorts (Bayern) würde angesichts solcher Zahlen eins strenge Ausgangssperre verhängt. Ich bin froh, nun endlich kritische Zeilen in der FP zu lesen. Würde mir aber v.a. ein noch kritischeres Nachbohren bei den Verantwortlichen im Landkreis wünschen. Und kann mich dem_der Vorredner_in anschließen :"zu sanft".

  • 18
    2
    435200
    13.11.2020

    Ich habe mir die PK auf Youtube angesehen. Es war vertane Zeit!

    Für das pure Ablesen diverser Zahlen von Powerpoint-Folien, den ständigen Verweise auf das RKI, das Schulterzucken eines Landrats und der Hinweis, dass ja doch alles in der Landeshauptstadt entschieden werden soll muss man keine PK veranstalten.

    Danke für diesen Bericht, der m.E. viel zu sanft mit dem nicht vorhandenen Krisenmanagement unseres Kreisfürsten umgeht. Der Landrat sollte sich mal ein Beispiel an seinen Kollegen nehmen, die in Berchtesgaden und Heinsberg agieren statt sich wie unser Vogel nur hinter dem Ministerpräsident und der sächsischen Staatsregierung verstecken.

  • 17
    6
    Berl
    13.11.2020

    Auffallend sind immer wieder schlampige oder überhaupt keine Masken gerade auch an sensiblen Bereichen. Ob Mitarbeiter über der Tiefkühltruhe oder Verweigerer in den Läden, gerade hier im Erzgebirge ist auch die Einstellung weniger auffällig. Es ist eine Katastrophe, wenn diese selbstverblendeten womöglich dafür sorgen, dass gerade ältere und schwache neben ihren sonstigen Gebrechen auch noch dem Virus ausgesetzt werden. Und dann auch noch zuerst fragen, ob die Toten nicht auch alle Vorerkrankungen gehabt hätten. Das ist nahezu pervers. Setzt die Dinger endlich anständig auf!

  • 14
    6
    365533
    13.11.2020

    Ich frage mich hier, weshalb man es nicht wie Bayern, insbesondere Berchtesgadener Land handhabt. Kompletter Lockdown für eine überschaubare Zeit für besonders hart getroffene LK. Die Aussage, vom LR wenn dann ganz Sachsen, kann ich hier nicht nachvollziehen. Man hätte sich hier schon längst an Bayern orientieren sollen/müssen.

  • 16
    0
    XRayNights
    12.11.2020

    Lieber Herr Landrat, zu ihrer Aussage: "Es gebe aktuell keinen schulischen Hotspot und auch keine komplett geschlossene Einrichtung."

    Kein normaler Bürger des Erzgebirgskreises weiß wo es aktuell Hotspots im Kreis gibt, weil sie die Zahlen nicht veröffentlichen. Bis zum 24 Mai wurde täglich auf der Webseite des Kreises eine PDF Karte mit allen Fällen in allen Gemeinden des Kreises veröffentlicht. Siehe:
    https://www.erzgebirgskreis.de/fileadmin/user_upload/presse2020/corona_karte.pdf

    Jetzt tun Sie dies nicht mehr - warum? Datenschutz kann es ja nicht sein, denn der hat sich seit Mai nicht geändert.
    Die Freie Presse kann dies auf den nächsten Pressekonferenz bitte einmal nachfragen.

  • 21
    7
    SzB85
    12.11.2020

    Keine Region lebt alleine, keine Region infiziert sich alleine. Die Fallzahlen sind doch an den Landkreisen der Bundesgrenze besonders erhöht, seit September gibt es immer die selben Unterschiede zu Leipzig und Umland. LK Erzgebirge hat angeblich eine Nord-Süd-Gefälle, die noch niemand präsentiert hat, was wirklich eklatant ist. Bestimmt gibt es auch eine West-Ost-Gefälle in LK Görlitz und Bautzen. Vielleicht liegt es an den Pendlern, vielleicht an dem Bildungsstand und Altersstruktur der Population.

    Das Landesamt für Schulen kann überlegen, dass Klassen in Erzgebirge mit halber Schülerzahl oder mit Maskenpflicht laufen, wenn es nötig ist. Immerhin besser als generelle Schulschließung, und da sind zumindest jeden Tag die selben Kinder im selben Klassenraum.

  • 46
    9
    Chemiker
    12.11.2020

    Vielen Dank Frau Flath für Ihren fundierten Bericht über die Stimmungslage der Menschen in unserem Erzgebirgskreis. Vielleicht reagiert ja unser Landrat auf diesen Medienbericht endlich so wie man es von einem gewählten Lokalpolitiker in diesem Amt erwartet. Auf die Bürger und ihr Ansinnen hat er bis jetzt ja nicht unbedingt verantwortungsvoll gehandelt. Stattdessen glänzte er mit flappsigen Sprüchen und einer Verniedlichung der gegenwärtigen Lage einhergehend mit einer intransparenten Informationspolitik.