Spielzeugmacher baut Märchenhaus im Kleinformat

Auf dem Grundstück des Mildenauers Sebastian Schreiter wird es bald nicht nur eine Bergmannsglocke geben. Auch eine Burg ist am Entstehen. Doch was hat es damit auf sich?

Mildenau.

Bergbautradition spielt in der kleinen Gemeinde Mildenau eine wichtige Rolle. Es gibt beispielsweise einen Wanderweg, der sich mit den Zeugnissen längst vergangener Bergbautage auseinandersetzt. Außerdem findet seit einigen Jahren das Quartalsläuten statt. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Bergglocke St. Petrus, die sich auf dem Grundstück der Familie Schreiter befindet. Auf eben jenem Areal entsteht derzeit aber noch etwas anderes - etwas Märchenhaftes. Der gelernte Spielzeugmacher baut ein großes Spielhaus für seine Tochter. Obwohl Spielhaus vielleicht etwas untertrieben ist. Denn eigentlich ist es eine kleine Burg mit zwei Türmen.

Im Erdgeschoss wird eine kleine Burgküche entstehen, verrät der Mildenauer. Darin werde auch ein alter Ofen stehen. So sollen Kinder lernen, dass man nicht nur mit einem Elektroherd Kartoffeln gar und Nudeln weich bekommt. Über eine Wendeltreppe geht es nach oben. Die beiden Zimmer sind zum Spielen gedacht. Und was wäre eine Märchenburg ohne Schlafgemach? Ein solches werde im Turm entstehen, erzählt Schreiter.

Noch sei einiges zu tun, bis das märchenhafte Spielhaus fertig gestellt ist. Derzeit sei die Fassade an der Reihe. Danach geht es an den Innenausbau. Sebastian Schreiter hofft, das Projekt in diesem Jahr zu beenden, voraussichtlich im Sommer. Als Baumaterial dienten vor allem Dinge, die normalerweise in den Müll geflogen wären - Holzreste und Co. Baubeginn war im Frühjahr vergangenen Jahres. Immer wenn es die Zeit erlaubt, baut Schreiter an der Burg im Miniformat weiter. Doch der Zeitdruck ist nun erst einmal etwas raus. Denn eigentlich sollte das Haus Teil der Festinsel zum Thema Märchen anlässlich der 750-Jahrfeier Mildenaus sein. Großveranstaltungen sind allerdings bis Ende August untersagt, weshalb auf der Facebookseite zum Dorfjubiläum bereits mitgeteilt wurde, dass das Fest auf 2021 verschoben wird.

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