Sporthallen-Sanierung wirft Fragen auf

Die Gelenauer Einrichtung ist in die Jahre gekommen. Neben dringenden Reparaturen gibt es von den Vereinen auch Wünsche. Die Kommune steht vor einer weiteren Millioneninvestition - oder dem Weg der kleinen Schritte.

Gelenau.

Vor 20 Jahren ist das Gelenauer Sportareal "Erzgebirgsblick" eine der ersten neugebauten Sportstätten der Region gewesen. Inzwischen sind viele Reparaturen unvermeidlich. Die von Anfang an unterdimensionierten Toiletten sind erneuerungsbedürftig, das Dach ist teilweise undicht, der Imbissbereich zu eng und die Parkmöglichkeiten an der Halle sind bei größerem Zuschauerinteresse ebenso unzureichend, sagte Bürgermeister Knut Schreiter zur jüngsten Sitzung des Gelenauer Gemeinderates. Auch die Notlichtanlage, für die es keine Ersatzteile mehr gebe, funktioniert nicht mehr hundertprozentig, ergänzte Joachim Beck (CDU). Das größte Problem: Die jüngste Brandschutzschau habe ergeben, dass die Fluchtwege nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. "Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir die Einrichtung künftig nutzen und was wir dafür ausgeben wollen", sagte Schreiter.

Eine "Rundumkur" werde es nach derzeitigem Stand nicht geben. Eigentlich war der Gemeinderat schon deshalb 14 Tage eher als sonst zusammengetreten, um über einen entsprechenden Fördermittelantrag zu debattieren. Doch das kurz vor Jahresende aufgelegte Programm erwies sich letztlich als ungeeignet: Trotz umfangreicher finanzieller Unterstützung für die Modernisierung und Umgestaltung wäre der Eigenanteil der Gemeinde zu hoch gewesen. Der Bürgermeister schlug deshalb vor, nach weiteren Fördermöglichkeiten Ausschau zu halten, vor allem jedoch mit den Vereinen den Reparaturbedarf sowie die Wünsche zur Umgestaltung zusammenzutragen. Danach soll detailliert geplant werden. "Ziel ist, die Reparaturen mit zeitlich erforderlichen Modernisierungsarbeiten entsprechend den Fördermöglichkeiten zu verbinden und schrittweise umzusetzen."

Inwieweit dafür Konsens besteht, muss sich noch zeigen. Andreas Hofmann (Gewerbetreibende für Gelenau) stellte in Anbetracht der steigenden Aufwendungen für die Kindertagesstätte sogar die Frage in den Raum, ob sich die Gemeinde dann den "Luxus" dieser Sportstätte überhaupt noch leisten könne. Torsten Steidten (Die Linke) plädierte für das Aufstellen einer generellen Prioritätenliste künftiger Investitionen in der Gemeinde - nach den Kommunalwahlen. Dem Vorschlag von Friedmann Arnold (NPD), für die Arbeiten an der Turnhalle aufgrund der niedrigen Zinsen einen Kredit aufzunehmen, erteilte Knut Schreiter eine Absage.

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