Stadt gewährt ungewohnte Einblicke

Der Schlettauer Gewerbeverein entwickelte für dieses Jahr ein völlig neues Weihnachtsmarktkonzept. Die Premiere lockte auch einige an, die zuvor noch nie in der Stadt waren.

Schlettau.

Einen Blick hinter die sonst geschlossenen Fassaden konnten die Besucher am vergangenen Wochenende werfen. Denn neben dem festlich geschmückten Markt mit seinen Buden fand erstmals "Weihnachten in den Höfen" statt, bei dem es viel zu entdecken und probieren gab. Ins Leben gerufen wurde diese Idee vom 2015 wiederbelebten Gewerbeverein.

In der Altstadt luden Höfe und Geschäfte die Besucher ein, darunter der Han-Hof, der Feig-Hof, das Ackerbürgerhaus, die Kirchgemeinde und das Schloss mit seinen Stallungen. Den Einwohnern und Gästen wurde somit ein ganz neuer Einblick in die Geschichte gewährt. Auf die Kinder wartete zudem eine Rätseltour durch die Höfe mit interessanten Fragen rund um Schlettau und Weihnachten.

Hartmut Götzel ist der Programmverantwortliche beim Rotary Club Annaberg-Buchholz. "Wir haben vom Gewerbevereinschef Frank Seckel den Hof neben dem Boutique-Hotel "Der grüne Zweig" zur Verfügung gestellt bekommen - eine ehemalige Fleischerei", sagte der 62-Jährige aus Annaberg-Buchholz. Durch seine Teilnahme möchte sich der Club, der sich um soziale Projekte kümmert, vorstellen und die Veranstaltungspremiere unterstützen. Die Mitglieder boten zudem selbst gemachte Quarkkrapfen, Klitscher, Bratwürste sowie Glühwein an. Ebenfalls vertreten war der Hardangerzirkel Schlettau in den Räumen des ehemaligen Uhrmachers. Mitglied Heidrun Lein gefiel diese Idee: "Die Besucher können sehen, was Schlettau zu bieten hat." Ihr Zirkel trifft sich ansonsten aller 14 Tage, um Hadangerstickereien anzufertigen. "Durch unsere Teilnahme wollen wir unsere Handwerkskunst präsentieren", so die 68-Jährige.

Besucher Frank Pöge aus Sorgau war das erste Mal in Schlettau. "Meine Tochter hatte von der Veranstaltung in der Zeitung erfahren." Den Marktplatz hatte er sich zwar größer vorgestellt, doch die Idee, verschiedene Höfe zu öffnen, fand er großartig. "Jeder Hof ist anders und die Besucher lernen dadurch den Ort etwas besser kennen. Die Veranstalter haben mit einfachen Mitteln etwas Großes geschaffen", so sein Fazit.

Im Vergleich zu einem einfachen Weihnachtsmarkt empfindet Annett Martin das Ambiente in den Höfen gemütlicher und ursprünglicher. "Durch die offenen Höfe wird ein Einblick in die Historie der Stadt gegeben", sagte sie. Die Schlettauerin ist sich sicher, dass die Veranstaltung nach ihrer gelungenen Premiere im kommenden Jahr noch schöner wird.

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