Stadt will Turnhalle sanieren

Der Elterleiner Rat beschließt, für das Vorhaben einen Fördermittelantrag zu stellen. Eine Bezuschussung von 60 Prozent steht im Raum. Ob und wann es die gibt, ist aber noch völlig offen.

Elterlein.

An der Turnhalle in Elterlein gibt es einiges zu tun. Das wurde den Stadträten im Mai 2019 deutlich vor Augen geführt, als ein Ingenieurbüro die Ergebnisse einer Untersuchung vorstellte. Danach schlug bereits eine Notreparatur der jetzigen Halle mit rund 80.000 Euro zu Buche. Ein Neubau, als ebenfalls untersuchte Variante, wurde wiederum mit gut zwei Millionen Euro kalkuliert. Jetzt, ein Jahr danach, entschied sich das Gremium für den Mittelweg - eine Sanierung.

Um sich noch einmal selbst ein Bild machen zu können, hatte es mit dem technischen Ausschuss des Stadtrates einen Vor-Ort-Termin gegeben. Im Ergebnis dessen, verstand AfD-Stadtrat Joachim Hadlich nicht, warum an der Turnhalle etwas getan werden soll. Er habe die aufgeführten "enormen Mängel" nicht ausmachen können. "Insofern bin ich dagegen, dass ein Fördermittelantrag gestellt wird. Wir brauchen keinen Fördermittelantrag, wenn es nichts zu tun gibt", sagte er in der jüngsten Ratssitzung. Dafür erntete Hadlich von anderen Stadträten fragende Blicke - wie etwa von Jörg Seidel (CDU). Er stellte fest, dass es in der Turnhalle durchaus Mängel gibt. Es nicht tragbar sei, wie es dort aussieht. Insofern sollte die Stadt unbedingt einen Fördermittelantrag stellen, wenn eine 60-prozentige Bezuschussung im Raum stehe.

Für die Sanierung der Turnhalle sind laut Bürgermeister Jörg Hartmann (parteilos) 159.000 Euro geplant. Dabei soll es aber nicht bleiben. Laut Beschlussvorschlag der Verwaltung ist vorgesehen, auch die Außenanlagen mit auf Vordermann zu bringen. Das bedeute eine Erhöhung der Gesamtsumme um 74.000 Euro auf 233.000 Euro, erläuterte Hartmann. Die davon anvisierten 60 Prozent Fördermittel sollen dabei aus dem Programm Invest Schule fließen. Die 40 Prozent an notwendigen Eigenmitteln stünden zur Verfügung, sagte der Bürgermeister. Mehrheitlich wurde dem Vorhaben zugestimmt.

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