Stadt zieht Bilanz für Weihnachtsmarkt

Viele Besucher, zufriedene Händler: So lautet das Fazit in Marienberg. Und dennoch gibt es auch Kritik.

Marienberg.

Allmählich verschwinden auch die letzten Buden vom Marienberger Marktplatz. Lediglich der Weihnachtsbaum und die Pyramide erinnern an die weihnachtliche Atmosphäre zwischen Ende November und viertem Advent. Doch wie erfolgreich war der vergangene Weihnachtsmarkt?

Die Stadtverwaltung zieht positiv Bilanz - mit zufriedenen Händlern und vielen Gästen. Wie viele es genau waren, lasse sich jedoch nicht ermitteln, teilt Stadtsprecherin Gisela Clausnitzer mit: "Jedoch war der Markt in der Mittagszeit sowie ab dem späten Nachmittag bestens gefüllt." Zu den Offenen Höfen am 14. Dezember und zur Bergparade am dritten Advent könne von Besucherzahlen im unteren vierstelligen Bereich ausgegangen werden, ergänzt die Stadtsprecherin im Auftrag von Oberbürgermeister André Heinrich: "Wir freuen uns über einen gelungenen Weihnachtsmarkt, der von zahlreichen Besuchern positiv angenommen wurde." Darunter seien sowohl Einheimische als auch viele auswärtige Gäste gewesen. Besonders gut angekommen seien das Bühnenprogramm und die Eisbahn, die zum vierten Mal in den Weihnachtsmarkt integriert war und erstmals länger bis 1. Januar geöffnet hatte. Das positive Feedback spiegele sich auch im Weihnachtsmarkttest von MDR Radio Sachsen mit einer Benotung von 1,7 wider.

Neben der Großen Bergparade mit dem Abschlusskonzert zählten die Offenen Höfe zu den Höhepunkten. An 14 Schauplätzen rund um das Marktgelände wurden Musik, Handwerk und Aufführungen vom Theater bis zur Modenschau geboten. Gisela Clausnitzer lobt das Engagement der Hofbesitzer, die mit ihrem Programm den Weihnachtsmarkt bereichert haben.

Ebenso sind die 35 Händler offenbar mit der Saison zufrieden. "Sie wollen im nächsten Jahr wieder auf dem Weihnachtsmarkt präsent sein", so Clausnitzer. Die Besucher haben derweil erneut über die schönste Bude abgestimmt. Die Wahl ergab Gleichstand - mit drei ersten Plätzen. Der Foodtruck Erzgebirge mit Burgerangebot, der Baumstriezel- und der Langosstand haben sich den Sieg geteilt. Doch nicht alle etablierten Händler fanden 2019 überhaupt den Weg nach Marienberg. Das sorgte für enttäuschte Besucher. Erstmals seit 24 Jahren fehlte ein Stand - der von Frank Schneider. Die Gäste hatten stets Schlange für eine Riesenbratwurst des Bernsdorfers gestanden. Manche kamen sogar nur seinetwegen. Doch wegen Personalmangels fehlte diesmal seine Bude, was dem Bratwurst-König zahlreiche Anrufe und der Stadt Anfragen von Gästen nach dem Warum bescherte. Ob er 2020 wiederkommt, ließ der Gastronom offen. Für die Verwaltung steht hingegen schon fest, auch in Zukunft neue Händler zu gewinnen, um den Weihnachtsmarkt weiter zu optimieren.

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