Stehender Umzug und die Frage nach der Sicherheit

In diesem Jahr feiert Mildenau seine urkundliche Ersterwähnung vor 750 Jahren. Auf Festinseln soll vieles zu erleben sein. Dabei muss aber auch einiges beachtet werden.

Mildenau.

Es soll eine riesen Sause werden: die Feier zu 750 Jahre Mildenau. Gefeiert wird im Prinzip das ganze Jahr. Viele Veranstaltungen sind geplant. Den Höhepunkt bildet die Festwoche vom 8. bis zum 12. Juli. Statt eines Festumzuges haben sich die Organisatoren für einen stehenden Umzug mit Festinseln entschieden. Mehr als 30 davon wird es nach jetzigem Stand im Dorf geben. Dabei tat sich in den Vorbereitungen allerdings ein Problem auf, wie Hauptamtsleiterin Silke Gehlert vor Kurzem erläuterte. Konkret geht es um den Versicherungsschutz. Immerhin wird sich der Großteil der Festinseln auf privaten Grundstücken befinden.

Nach Rücksprache mit der Versicherung der Kommune, der KSA (Kommunaler Schadensausgleich) stand fest, dass diese den Versicherungsschutz nur dann übernimmt, wenn die Gemeinde die Verkehrssicherungspflicht für jede einzelne Festinsel übernimmt und diese auch tatsächlich wahrnimmt, so Gehlert. Jedes Grundstück müsse auf mögliche Gefahrenstellen überprüft werden. Ein Problem. Denn personell sei es von den Mitarbeitern der Gemeinde nicht stemmbar, jede Festinsel zu überprüfen. Der Versicherungsschutz blieb erst einmal ungeklärt. Das sorgte bei den Festinsel-Betreibern für Unsicherheit, einige wollten nicht mehr mitmachen.

Eine Lösung musste her. Der Vorschlag lautete, dass die Gemeinde die Festinseln über die KSA versichert, wenn die Überprüfung sichergestellt ist. Das könnte die für den stehenden Umzug zuständige Arbeitsgruppe übernehmen, so Silke Gehlert. Das müsse vor der Öffnung geschehen und dokumentiert werden. Geplant ist, dass die Festinseln am Samstag und Sonntag, 11. und 12. Juli, zwischen 11 und 17 Uhr betrieben werden. Sie sollen keine Konkurrenz zum Festplatz an der Grundschule darstellen. Dass die eigene Kontrolle funktioniert, habe das große Dorffest in Arnsfeld gezeigt. Dort gab es einen laufenden Umzug mit 51 Bildern, berichtete Gehlert. Alle seien vor dem Start kontrolliert worden. Aus den Reihen des Gemeinderates wurde dazu der Wunsch geäußert, eine Art Protokoll zu entwerfen, auf dem die einzelnen zu beachtenden Punkte einfach abgehakt werden können.

Bis Mitte Januar haben die potenziellen Festinsel-Betreiber nun Zeit, zu entscheiden, ob sie dabei sind oder nicht. "Irgendwann müssen wir den Flyer drucken", so die Hauptamtsleiterin.

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