Steinbeet statt Blütenpracht sorgt für Empörung

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Die Kommune will mehr für Verkehrssicherheit tun. Deshalb müssen Büsche im Kreuzungsbereich in Bernsbach weichen. Das Ergebnis ist ein Ärgernis.

Lauter-Bernsbach.

Familie Lang aus Bernsbach hat sich nach dem Blick auf den kommunalen Frühjahrsputz verwundert die Augen gerieben. Denn an der Kreuzung, wo es aus Aue kommende geradeaus in die Ortsmitte und links in Richtung Grünhain geht, sind begrünte Verkehrsinseln verändert worden. Die 1,20 Meter hohen Büsche in den Beeten an der Straße der Einheit sind Steinfeldern gewichen.

"Schotterbeete mit nur einem kleinen Strauch in der Mitte", so die Empörung. Vor allem, weil derzeit ja alle Welt nach mehr natürlichem Wuchs zum Schutz von Insekten und Vögeln rufe. "Also warum macht das die Stadt ausgerechnet jetzt genau anders und belässt es nicht zum Beispiel beim Beschneiden der Büsche?", lautet die Frage. Die beantwortet Bürgermeister Thomas Kunzmann (Freie Wähler) so: "Damit soll verhindert werden, dass der Sichtbereich auf der Kreuzung zuwuchert." Auch fehlendes Personal spiele eine Rolle. Was früher über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen geleistet werden konnte, überfordert heute laut Kunzmann das Personal im Bauhof: "Daher haben wir uns für das Kiesbett mit resistenten Pflanzen in überschaubarer Menge entschieden."

Den Bienen und Insekten sei er sehr gewogen, betont der Stadtchef: "Auch wenn jetzt ein bisschen Grün weichen muss, sind wir immer bestrebt, Ausgleich an anderer Stelle zu schaffen." Zum Beispiel im Bereich der Marktplätze, wo Stiefmütterchen blühen. "Ich kann den Ärger verstehen, vor allem mit Blick auf den Naturaspekt." Aber wirtschaftlich und personell müsse die Pflege eben auch machbar bleiben.

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