Steinstarke Börse lockt Besucher nicht nur aus Sachsen

Zum 23. Mal fand am Wochenende die Internationale Mineralienbörse in Annaberg-Buchholz statt. Experten und Laien kamen auf ihre Kosten.

ANNABERG-BUCHHOLZ.

Edle Silbererze, Bleimineralien, Fluss- und Schwerspat oder die verschiedensten Quarzvarietäten - wohl jeder Sammler hat zur Internationalen Mineralienbörse am Wochenende in der Annaberg-Buchholzer Silberlandhalle sein Liebhaberstück gefunden. Und überhaupt: Die 23. Auflage der Veranstaltung der Mineralienfreunde Oberes Erzgebirge hat wieder einmal keine Wünsche offengelassen und entpuppte sich als wahrer Besuchermagnet. "Wir machen die Börse in einer Urlauberregion und während der Urlaubszeit. Wir werben für die Börse in Hotels sowie allen Touristengebieten und die Experten und unsere Stammbesucher schauen ohnehin jedes Jahr vorbei", begründete Vereinsvorsitzender Uwe Ludwig die gute Resonanz. Dabei machte er deutlich, dass die Annaberger neben der Auer und Freiberger zu den drei großen derartigen Veranstaltungen in der Region gehört. Rund 70 Aussteller aus ganz Deutschland und verschiedenen Ländern Europas hatten wieder nach Annaberg gefunden.

Ein Stammgast ist Jan Ulbricht. "Als Bergmann bin ich jedes Jahr hier", verriet der Ehrenfriedersdorfer. Ihm hatten es besonders schöne Stufen aus der Schweiz angetan. "Aber auch sonst gibt es Prachtstufen aus aller Welt", so der zweite Vorsitzende der Ehrenfriedersdorfer Berggrabebrüderschaft. Auch Udo Schauer kommt mehr oder weniger regelmäßig zur Veranstaltung. "Es ist eine gute Börse, schön aufgebaut, sehr vielfältig und auch für Laien übersichtlich", schätzte der Thumer ein. Er war ganz in Familie gekommen und hatte gerade einen wunderschönen Rauchquarz erstanden. "Nur mein Enkel ist noch auf der Suche nach einer schönen Stufe", so der Liebhaber von Quarzen aller Art. "Mich beeindruckt immer wieder die gute Qualität der Schau und die Herzlichkeit der Gastgeber", betonte Werner Austel aus Gera.

Nicht nur Mineralien aus aller Welt, auch Literatur bis hin zum Geologenhammer, zu Lupen und Taschenlampen - es gab so ziemlich alles rund um das steinstarke Hobby. Dabei dürfte es nicht nur am großen Schmuckangebot gelegen haben, dass die Frauenquote unter den Gästen doch recht beachtlich war. Ob ganz eiserner oder nur Gelegenheitssammler: Wer sich einmal der Mineralogie verschrieben hat, kommt kaum wieder davon los. Auch wenn es mit der Nachwuchsgewinnung nicht so ganz einfach ist, wie Uwe Ludwig betonte. Im rund 40 Mitstreiter zählenden Verein sind zwei junge Leute hinzugekommen. "Man braucht für das Hobby ein gewisses naturwissenschaftliches Interesse und das Sammlergen." Gesammelt werden kann übrigens so ziemlich alles, auch Uranmineralien. Die dürfen auch getauscht und gekauft werden. "Meist handelt es sich um sekundäre Uranminerale, die in Schachteln entsprechend untergebracht und natürlich auch beschriftet sind", so Ludwig. Dieses Thema werde von Laien oft zu verbissen gesehen. "Ein Fachmann hat einmal gesagt, dass diese Mineralien mit viel Respekt aber ohne Angst behandelt werden sollten."

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