Thum modernisiert mit Weitblick Turnhalle

Ein Förderprogramm macht's möglich: Das Gebäude an der Wiesenstraße wird saniert. Dabei denkt die Stadt schon viel weiter in die Zukunft.

Thum.

Das Urteil fällt durchwachsen aus. Im Wesentlichen brauchbar, Sportanlage mit geringen Mängeln - so attestiert die Thumer Sportstättenentwicklungskonzeption den Zustand der Turnhalle in der Wiesenstraße. Nun soll das Gebäude fit für die Zukunft gemacht werden, sodass darin dauerhaft Schüler und Vereinssportler trainieren können. Rund 607.000 Euro an Investitionen sind dafür geplant - Geld, das größtenteils vom Förderprogramm "Brücken in die Zukunft" kommt. Damit profitiert die Bergstadt von einem Finanzpaket, das Bund und Land zur Verbesserung der Infrastruktur geschnürt haben. 152.000 Euro muss Thum als Eigenanteil selber stemmen.

Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1988. Es beherbergt neben der eigentlichen Halle Umkleide- und Sanitärräume, welche 2005 umfassend saniert wurden. Zwar packte die Stadt im Lauf der Jahre eine Reihe kleinerer Sachen an, doch es bleibt jede Menge zu tun. In der Hauptsache geht es um die energetische Sanierung. Das zweiteilige Betonschalendach über dem Gebäude ist mit einer nur dünnen Wärmedämmschicht und einer Bitumenschweißbahn abgedichtet. Die Deckenunterseite ist beschädigt, die künstliche Deckenbeleuchtung genau wie der Prallschutz nicht mehr auf aktuellem Stand, heißt es in der Sportstättenentwicklungskonzeption aus dem Jahr 2012. Auf der Hallenseite sind die Industrieglasfassaden undicht, die ungedämmten Mauern genügen nicht mehr den energetischen Anforderungen, um nur einige Punkte zu nennen. Durch die Sanierung und neue Technik wie Wärmerückgewinnung und LED-Beleuchtung dürften die Heizungs- und Stromkosten - in den vergangenen Jahren laut Kämmerer Gunnar Wetzel durchschnittlich rund 15.000 Euro - deutlich gesenkt werden. Gebaut werden soll in zwei Etappen. Im kommenden Jahr will die Stadt Heizung, Lüftung und Beleuchtung angehen, 2018 dann Dach und Fassade und Lichtband - bis Ende jenes Jahres muss das Vorhaben wegen der Fördermittel abgeschlossen sein. "Wir schauen, dass die Arbeiten in der Ferienzeit erledigt werden, um Sperrungen zu vermeiden", sagt Bauamtschef Carsten Schubert. Vereinen werde während dieser Zeit eine Ausweichmöglichkeit angeboten.

Perspektivisch hat die Stadt aber noch viel mehr vor. Die neue Haustechnik wird bereits auf eine Erweiterung der Einfeld- auf eine Zweifeldhalle ausgerichtet. Diese soll einmal im vorderen Bereich entstehen, der Funktionstrakt wäre dann in der Mitte. Das ist freilich noch Zukunftsmusik und hängt vom Geld ab. Darum habe man entsprechende Fördermöglichkeiten genau im Blick, heißt es aus dem Rathaus.

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