Thum nimmt das Tiergehege in Angriff

Die Bergstadt investiert in diesem Jahr insgesamt fast 2,5 Millionen Euro. Eines der Projekte liegt derzeit jedoch teils auf Eis.

Thum.

Mit vollen Händen hatte Matthias Stopp zum Stadtfest das Geld auf dem Festumzugswagen zum Fenster hinausgeworfen, kein reales freilich. "So wie sich das viele Leute mit dem Rathaus eben vorstellen", sagt Thums Kämmerer und lacht. Um das echte Geld geht es nun im vom Stadtrat mehrheitlich beschlossenen Haushalt für 2020. Rausgeworfen wird dabei nichts, sondern zielgerecht eingesetzt, versichert Stopp. Bei den insgesamt 2,43 Millionen Euro an Investitionen rechnet Thum mit rund 1,55 Millionen Euro an Fördermitteln, den übrigen Betrag bestreitet man aus Eigenmitteln. "Freie Presse" stellt maßgebliche Vorhaben vor.

Mit 30.000 Euro fließt zunächst nur ein kleiner Anteil in die Umgestaltung des Tiergeheges, doch damit wird die Planung für ein von vielen Thumern lang erwartetes Vorhaben angestoßen: der Umbau des Areals hinter dem Rathaus. "Zunächst sollen der Eingangsbereich und der Rathausteich neu gestaltet werden", erklärt der Kämmerer. Die Realisierung hängt davon ab, ob die Stadt Fördergeld erhält; man sei jedoch guten Mutes. Ebenfalls abhängig von der Fördermittelverfügbarkeit sollen in den Jahren danach weitere Bauabschnitte in Angriff genommen werden. Auch in den Bereich Stadtverschönerung lässt sich die Maßnahme in der Herolder Dorfstraße einordnen: Für 580.000 Euro entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Harzerfabrik eine Art Park. 377.000 Euro sind für die weiteren Bauarbeiten an der Turnhalle in der Wiesenstraße bestimmt. Die Sanierung der dortigen Straße steht mit weiteren 820.000 Euro im Plan. Für das Projekt Krankenhausberg, aus der Straße soll eine Allee werden, kalkuliert Kämmerer Stopp mit 215.000 Euro. Für Planungsleistungen für die Sanierung der Färbergasse sollen 6000 Euro ausgegeben werden. Die Knirpse der Kita Pünktchen dürfen sich auf ein Großspielgerät im Wert von 27.000 Euro freuen.

Hinter einem Posten des Haushaltes steht derzeit ein Fragezeichen. 120.000 Euro sind für Planungen im Zusammenhang mit dem neuen Feuerwehrdepot vorgesehen. "Die Umsetzungsplanung ist ausgesetzt. Wir müssen den weiteren Verlauf des Bürgerbegehrens abwarten", so Matthias Stopp. Nach Auskunft von Bürgermeister Michael Brändel (Bürgerliste) dauert die Prüfung der Angelegenheit an. Im Dezember hatten die Organisatoren eine Unterschriftensammlung bei der Stadt abgegeben. Ihr Ziel ist es, einen Bürgerentscheid gegen den geplanten Depotstandort auf dem Garagenhof durchzuführen.

In diesem Jahr will die Stadt Thum 254.000 Euro für die Schuldentilgung aufwenden, sodass Ende 2020 eine Restschuld von 631.000 Euro steht. Ende 2022 wäre die Bergstadt schuldenfrei - theoretisch zumindest. "Für das neue Feuerwehrdepot wird ein Kredit benötigt", sagt Matthias Stopp. Die Zinslage sei in diesen Zeiten äußerst günstig.


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