Trinkwasser: Mehr Sicherheit bei Versorgung

Die Trockenperioden der vergangenen Jahre haben immer wieder für Engpässe bei der Trinkwasserversorgung geführt. Das soll künftig nicht mehr passieren. Wird das Wasser knapp, springt das Wasserwerk St. Katharina in Langenberg ein.

Elterlein/Schwarzbach.

Anhaltend hohe Temperaturen, kaum Niederschläge: Die letzten beiden Sommer haben auch im Erzgebirge ihre Spuren hinterlassen. Und damit sind nicht nur die Wälder und Landwirte gemeint. Auch bei der Trinkwasserversorgung kam es in einigen Gebieten zu Engpässen. Zum Beispiel in Elterlein. Die Orte Elterlein und Schwarzbach wurden bisher ausschließlich mit Wasser aus verschiedenen Quellgebieten des direkten Umfeldes versorgt, erläutert Frank Kippig, Geschäftsführer des Zweckverbands Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW). Die Ergiebigkeit der Quellen sei im Laufe der vergangenen Jahre, vor allem aber 2018 und 2019 aufgrund häufiger auftretender Trockenperioden, stark zurückgegangen. "Daneben führten hohe Temperaturen im Sommer zu einem Ansteigen des Wasserverbrauchs." Die Folge: Das Wasser wurde knapp. So knapp sogar, dass nachgeholfen werden musste. Im Sommer 2018 beispielsweise wurde mit Tanks zusätzliches Trinkwasser in den Ort gebracht. Nur so war gewährleistet, dass aus den Wasserhähnen noch kühles Nass strömte.

Kein Zustand für die Zukunft, was der Zweckverband bereits vor Jahren erkannte. Seit 2015 bemühe sich der ZWW daher, eine alternative Versorgung für Elterlein und Schwarzbach aufzubauen. Ziel sei es, den Elterleiner Ortsteil und einen Teil der Stadt mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk St. Katharina in Langenberg zu versorgen, wenn die eigenen Quellen nicht mehr ausreichend Wasser bereitstellen. Der Aufbau dieser "Ersatzwasserversorgung Langenberg-Schwarzbach-Elterlein" hat bereits im vergangenen Jahr begonnen. Zunächst sei eine 1200 Meter lange Trinkwasserleitung vom Ortsausgang Langenberg bis nach Schwarzbach verlegt worden. Wegen der angespannten Versorgungslage wurde schon im Herbst 2018 eine provisorische Pumpe im Bereich der Kläranlage Schwarzbach installiert, erklärt Frank Kippig. Mit der Fertigstellung der bisher noch fehlenden Druckerhöhungsstationen in Langenberg, am Kirchsteig in Schwarzbach und im Hochbehälter in Schwarzbach kann Trinkwasser aus dem Wasserwerk St. Katharina bis nach Elterlein transportiert werden. So werde die Versorgung auch in Trockenzeiten stabilisiert.

Damit unter normalen Bedingungen das Wasser in der Leitung zwischen Langenberg und Schwarzbach nicht stagniert, werde künftig der Bereich Sportweg in Langenberg mit Wasser aus Elterlein versorgt, ergänzt der ZWW-Geschäftsführer. Erst, wenn eine Notsituation eintritt, werde die Versorgung umgestellt. Dann werden Teile oder ganz Schwarzbach sowie auch Teile von Elterlein mit Wasser auch Langenberg versorgt.

Der Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge lässt sich die Absicherung einiges kosten. Rohrleitungsbau und die Errichtung der Druckerhöhungsanlagen schlagen mit rund 430.000 Euro zu Buche. Etwa die Hälfte davon können mit Fördermitteln aus dem Leaderprogramm finanziert werden.

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