Tüv öffnet neues Servicecenter

Die Prüfer arbeiteten bisher mobil beziehungsweise hatten zuletzt ein Büro in einem Autohaus. Dass jetzt ein separater Neubau erfolgte, hatte einen triftigen Grund.

Annaberg-Buchholz.

Man muss schon genau hinschauen, um das neue Servicecenter vom Tüv Süd an der Dresdner Straße in Annaberg-Buchholz zu entdecken. Direkt hinter der Total-Tankstelle gelegen, bietet der Zweckbau alles, was die Prüfer nach heutigen Standards benötigen. Und genau das ist auch der Grund, warum die Entscheidung für den Neubau gefallen ist.

"Eigentlich sind wir überwiegend in Autohäusern der Region unterwegs, um Tüv-Kontrollen durchzuführen. Allerdings verfügen gerade kleinere Werkstätten nicht immer über die Technik, die wir für unsere Prüfungen benötigen", erklärt Andreas Frunzke, Leiter des neuen Servicecenters. So gebe es zum Beispiel nicht überall einen Bremsenprüfstand oder einen Scheinwerfereinstellplatz, die den Vorgaben des Tüvs genügen. "In solchen Fällen können wir nun problemlos den Kunden eine Alternative bieten. Aber natürlich kann auch jeder andere Autofahrer, der nicht erst in eine Werkstatt möchte, direkt hierherkommen", sagt Frunzke. Eine Terminabsprache dafür ist schnell online möglich.

Bereits vor einem Jahr sei ein solches Prüfcenter in Schwarzenberg eröffnet worden. Gemeinsam mit dem neuen in der Kreisstadt gehört es zur Gebietsgruppe Erzgebirge, die auch den Marienberger Raum mit einschließt und insgesamt 20 Mitarbeiter zähle.

Deren Arbeit hat sich in den vergangenen rund 30 Jahren durchaus verändert. So ist heute jede Menge Technik im Spiel, allein beim Fehlerauslesen. Eines aber gibt es noch immer: Mängel an den Fahrzeugen. Oder wie es Frunzke formuliert: "Neue Autos, neue Mängel." Vornehmlich seien die mechanischer Natur, betreffen zumeist den Bereich Fahrwerk. Als konkretes Beispiel nennt Frunzke den Spurstangenkopf. Bei etwas älteren Fahrzeugen habe man es öfter auch mit sogenannten Umweltmängeln zu tun. Darunter fällt etwa Ölverlust. Die gerade in aktuellen Modellen in Größenordnung verbaute Elektronik stelle hingegen - anders als oftmals ihr Ruf - weniger ein Problem dar, weiß der Prüfer. Unterm Strich könne man sagen, dass Autos bis zu einem Alter von fünf Jahren nur in seltenen Fällen durchfallen. Dennoch: Von allen geprüften Fahrzeugen wiesen etwa 20 Prozent erhebliche Mängel auf. "Und", sagt Frunzke, "man sieht als Prüfer genau, ob das Auto aus dem Erzgebirge, oder irgendwo aus dem Flachland kommt. Das verrät einem die Arbeit des Salzes im Winter."

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