Uhus verdrehen Schlossgästen den Kopf

Die einstige Malzmühle in Schlettau ist wieder bewohnt. In dieser Woche zogen zwei Eulen-Männchen in eine große Voliere. Die Tiere sollen vom Schlosspark aus eine Verbindung zum Zentrum für Wald und Wildgeschichte herstellen.

Schlettau.

Das Areal rund um das Schloss Schlettau entwickelt sich langsam zu einem kleinen Tierpark. Nachdem 2017 zwei Kamerunschafe in ein eigens für sie geschaffenes Gehege einzogen, folgen nun Uhus. In dieser Woche wurden die zwei Tiere von ihrer bisherigen Heimat in Thermalbad Wiesenbad nach Schlettau gebracht. Die Nestgeschwister lebten bisher im Tiergehege Hohenwendel, das mittlerweile geschlossen hat. Aus diesem Grund sollte für die Tiere auch ein neues Zuhause gefunden werden, erzählt Christina Bräuer. Sie wollte damit sicherstellen, dass die Uhus auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten gut versorgt werden. Die streng geschützten Vögel werden in Gefangenschaft nicht selten 50 Jahre und älter. Die beiden Uhus in Schlettau sind aktuell 15 Jahre alt.

Ihr neues Zuhause befindet sich in der gesicherten Ruine der Malzmühle. In dem Gemäuer baute der Schlossförderverein mit Unterstützung der örtlichen Feuerwehr eine Voliere, die nun von Interessierten besichtigt werden kann. Um das Futter der Eulen finanzieren zu können, Uhus fressen unter anderem Küken, Mäuse und auch Ratten, konnte der Schlossförderverein die Volksbank als Sponsor gewinnen, sagt Conny Göckeritz, Geschäftsführer des Schlossfördervereins.

Die Uhus sollen aber nicht nur die Besucher des Schlossparks erfreuen. Die Tiere dienen auch als eine Art Wegweiser ins Schloss. Dort befindet sich das Zentrum für Wald und Wildgeschichte (ZWWG). Gezeigt werden unter anderem auch ausgestopfte Artgenossen der Uhus. Aktuell werde das Konzept neu überarbeitet, erklärt Göckeritz. Dazu fand in dieser Woche ein erstes Treffen mit Mitarbeitern des Sachsenforsts, des Naturparks "Erzgebirge/Vogtland", Schlossmitarbeitern und Personen statt, die Anfang der 2000er am Aufbau des ZWWG beteiligt waren. Ziel ist es, die Ausstellung moderner und multimedialer zu machen. Bis zum Herbst soll dafür ein Konzept erarbeitet werden.

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