Umbau Mehrzweckgebäude kann starten

Fast 400 Schülerinnen und Schüler lernen in der Oberschule in Sehma. Doch der Platz ist knapp. Umfangreiche Bauarbeiten sollen Abhilfe schaffen. Und dann sind da auch noch die Nachwirkungen eines Brandes.

Sehma.

Knapp 839.000 Euro will die Gemeinde Sehmatal in diesem und im nächsten Jahr in ihre Oberschule im Ortsteil Sehma investieren. Das Geld soll in die Sanierung und Umgestaltung des Mehrzweckgebäudes fließen - einem der insgesamt drei Teile, aus denen der gesamte Komplex besteht. Mit den Bauarbeiten sollen nicht nur die Spuren des Brandes beseitigt werden, der vor drei Jahren das Mehrzweckgebäude stark beschädigt hatte, sondern es soll vor allem auch mehr Platz geschaffen werden. Denn der wird nach Angaben von Schulleiterin Katrin Becher dringend benötigt. Umso mehr freut sie sich, dass die Bauarbeiten nun voraussichtlich in den Sommerferien starten sollen.

Eine wichtige Voraussetzung dafür: Die Gemeinde erhält bei dem Vorhaben finanzielle Unterstützung. Einen entsprechenden Fördermittelbescheid über knapp 630.000 Euro hat Landrat Frank Vogel (CDU) bereits an Bürgermeister Andreas Schmiedel (Freie Wähler Bürgerforum) überreicht. Die Fördermittel werden dabei zu 60 Prozent durch den Bund und zu 40 Prozent durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des Programmes "Vitale Dorfkerne" bereitgestellt. Ein Förderprogramm, von dem die Gemeinde schon mehrfach profitiert hat - unter anderem auch bei den derzeit laufenden Baumaßnahmen in der örtlichen Grundschule und der Aufwertung des örtlichen Freibades mit einem neuen Bereich für die Kinder.

Dreh- und Angelpunkt der Bauarbeiten im Mehrzweckgebäude wird der Saal sein, der beim Brand am stärksten in Mitleidenschaft gezogen worden war. Der momentan etwa 190 Quadratmeter große Raum soll durch eine mobile Trennwand geteilt werden. Der mit etwa 90 Quadratmetern kleinere Raum soll künftig mit für den Unterricht genutzt werden. Der etwas größere soll zu einem Aufenthaltsraum umgestaltet werden, in dem auch die Essenausgabe erfolgt. Die findet gegenwärtig in den Klassenzimmern statt. "Das ist aber nicht optimal", macht Katrin Becher deutlich. Und auch der zusätzliche Klassenraum werde dringend benötigt: "Wir haben aktuell keinerlei freie Kapazitäten." Zugleich eröffne der zusätzliche Raum die Möglichkeit, künftig drei Klassen aufzunehmen. "Das nimmt uns eine große Sorge", so die Schulleiterin. Durch eine Verschiebung der Trennwand könne der Raum aber auch komplett genutzt werden und stehe somit für etwa 200 Personen zur Verfügung. Damit könne er beispielsweise als Aula genutzt werden.

Im restlichen Mehrzweckgebäude befinden sich noch andere Räume - unter anderem für Ganztagsangebote. Auch diese werden nunmehr wieder nutzbar, nachdem sie nach dem Brand zunächst mit gesperrt worden waren. Ebenfalls im Objekt befinden sich sanitäre Einrichtungen - einschließlich Behindertentoilette. Nunmehr soll auch der Zugang zum Haus mittels Rampe noch behindertengerecht gestaltet werden, kündigt der Bürgermeister an und verweist damit noch auf eine andere Möglichkeit der Nutzung für den neu entstehenden Aufenthaltsraum. Denn der soll zukünftig auch der Dorfgemeinschaft mit zur Verfügung stehen, zum Beispiel den Vereinen oder auch anderen Interessengemeinschaften.

Unterdessen werden die knapp 839.000 Euro nicht die letzte Investition der Sehmataler in die Oberschule sein, kündigt das Gemeindeoberhaupt an. Denn mit der Umsetzung des Digitalpaktes werde insbesondere im Altgebäude auch in Sachen Brandschutz eingegriffen werden müssen.


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