Unbekannte schrauben Radmuttern locker

Mehrere Fälle bekannt - Werkstatt warnt und bietet Service - Polizei ermittelt

Johanngeorgenstadt/Carlsfeld.

Vorsicht ist derzeit geboten, denn in den zurückliegenden Wochen ist es schon mehrfach passiert, dass Autofahrer eines ihrer Räder verloren haben. Erst am Freitagnachmittag ist dies wieder geschehen. Zwei Frauen, unterwegs mit einem roten Kleinwagen auf der Staatsstraße 272 in Richtung Johanngeorgenstadt, und plötzlich rollt das linke Vorderrad auf die Gegenfahrbahn. Das Auto schlägt auf die Radnabe mit den Bremsen, und das Rad schießt über die Fahrbahn unter die Leitplanke auf der anderen Straßenseite, wie Augenzeugen berichten.

Ebenfalls am Freitag erstattet eine Frau aus Carlsfeld Anzeige bei der Polizei, weil alle Radmuttern an einem Vorderrad ihres Fahrzeugs gelöst waren. Diesen Fall kann Polizeisprecher Andrzej Rydzik bestätigen. "Diese Anzeige liegt uns vor, und wir ermitteln wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr", sagt er. Allerdings hatte die Frau schon veranlasst, dass die Radmuttern wieder festgezogen wurden. Die Polizei bittet jedoch darum, umgehend solche Vorfälle anzuzeigen und nicht selbst tätig zu werden.

"Bei uns in der Werkstatt sind solche Fälle in den vergangenen Wochen leider schon mehrfach aufgetreten. Sogar an zwei Fahrzeugen von Mitarbeitern", sagt Markus Koß, Inhaber einer Autowerkstatt in Johanngeorgenstadt. "Das ist aber echt kein Spaß mehr, da kann Schlimmes passieren." Und er hat momentan erneut das Fahrzeug einer Kundin dastehen, das unsanft während der Fahrt auf der Radnabe gelandet ist. "Es ist momentan wirklich anzuraten, am Morgen auf die Räder zu schauen. Und wem irgendwas auffällt, weil etwas klappert, der kann auch zu uns kommen. Wir überprüfen das schnell und kostenlos."

Auch ein Facebook-Post vom Wochenende hat vor bösen Fingern gewarnt. Dass es bereits zu Unfällen mit Personenschaden kam, wie es darin heißt, ist aber nicht belegt.

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