Unbekannte setzen Katze in verklebtem Karton aus

Tierheim Annaberg bittet um Hinweise zu Tier und Täter

Annaberg-Buchholz.

Mitten auf der ersten Platte des Wegs zum Annaberger Tierheim wurde er abgestellt: ein großer Pappkarton mit Luftlöchern und einer aufgemalten Katze. Verschlossen mit Klebeband. Als Mitarbeiter des Tierheims Neu-Amerika den Karton am Wochenende fanden, war der lebendige Inhalt verschwunden, einzig einige Brocken Katzenfutter, Küchenpapier und eine Decke befanden sich darin.

"Die Katze oder auch die Katzen, so genau wissen wir das nicht, haben eine Ecke des Kartons aufgedrückt und sind ausgebrochen", vermutet Peggy Kreher vom Tierheim. Sie ging gemeinsam mit Kollegen auf die Suche nach dem Tier oder den Tieren - vergebens. Nun macht sie ihrer Wut im sozialen Netzwerk Facebook Luft und hofft gleichzeitig auf Hinweise über die Identität der Täter, aber auch zum Verbleib der Tiere. "Gemäß dem Tierschutzgesetz ist es verboten, ein in Obhut des Menschen gehaltenes Tier auszusetzen oder es zurückzulassen, um sich seiner zu entledigen. Das Aussetzen ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro bestraft werden!", schreibt Kreher. Im Gespräch mit "Freie Presse" sagt sie, sie habe schon fast die Hoffnung aufgegeben, die Katze(n) zu finden. Daher appelliert sie an Tierbesitzer: "Wendet euch ans Tierheim, wenn ihr Hilfe braucht, aber setzt die Tiere nicht aus." Denn diese Praxis hält sie für absolut unverschämt, leider komme sie im Tierheim-Alltag nicht selten vor. Gerade im Sommer, wenn viele Katzenkinder flügge werden und Besitzer sie weggeben wollen.

Laut Tierheimleiter Klaus Graupner sind bislang noch keine sachdienlichen Hinweise eingegangen. Das Tierheim nimmt Hinweise zum Tierbesitzer, aber auch zum Verbleib der Katze(n) entgegen.

 

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