Unterkünfte für Menschen in Not werden teurer

Nutzer müssen ab Januar nächsten Jahres 4,40 Euro pro Tag bezahlen

Annaberg-Buchholz.

Platz für sechs Menschen bieten die Notunterkünfte der Großen Kreisstadt Annaberg-Buchholz an der Unteren Schmiedegasse. Pro Tag und Nutzer wird dafür aktuell ein Entgelt von 2,55 Euro fällig. Diese Summe, die aus dem Jahr 1994 stammt, ist allerdings schon lange nicht mehr kostendeckend. Aus diesem Grund hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig ab 1. Januar des kommenden Jahres das Nutzungsentgelt auf 4,40 Euro je Tag erhöht. Im Monat kommen so reichlich 131 Euro zusammen.

Diese Summe stellt eine Mischkalkulation dar und wird als Pauschale erhoben. Darin enthalten sind mehrere Komponenten. Dazu gehören die tatsächlichen Mietkosten laut Vertrag des Diakonischen Werkes, das die Betreibung der Notunterkünfte inne hat. Ebenfalls enthalten sind eine Pauschale für die Nebenkosten auf Grundlage der Durchschnittswerte der vergangenen neun Jahre sowie eine Umlage für die Bewirtschaftung der Notunterkünfte. Laut einer Aufstellung sind in den Jahren 2008 bis 2016 für die Notunterkünfte im Durchschnitt jährlich Kosten in Höhe von 1659 Euro angefallen. Das sind monatlich rund 138 Euro. (tw)

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