Verein "Miteinander" in Geyer: Neuer Treff soll 2020 seine Türen öffnen

Der Verein "Miteinander" in Geyer kann 15.000 Euro aus einem sächsischen Wettbewerb für ein Projekt am Altmarkt einsetzen. Die Urkunde überbrachte der Minister selbst. Es gibt noch mehr Grund zur Freude.

Geyer/Elterlein.

Trotz Corona-Krise hält der Verein "Miteinander" in Geyer an seinen Plänen für ein Gebäude im Stadtzentrum fest. In einem markanten Jugendstilhaus am Altmarkt will er einen Treffpunkt für Alt und Jung - einen "Ort der Generationen" - schaffen. Laut Vereinsvorsitzender Kristin Schröer ist vorgesehen, einen Teil der Räume Ende des Jahres zu eröffnen. Dabei helfen 15.000 Euro, die der Verein beim sächsischen Wettbewerb "Ideen für den ländlichen Raum" gewonnen hat. Die Urkunde für den dritten Preis in der Kategorie Projekte überreichte Staatsminister Thomas Schmidt am gestrigen Donnerstag in Geyer persönlich.

Er tat das vor dem Gebäude, in dessen Erdgeschoss ein Ort für Begegnungen und Kommunikation entstehen soll - je nach den Wünschen der Besucher. "Egal ob jemand sein Strickzeug mitbringen möchte oder ob Kinder hier Schularbeiten machen wollen, jeder soll willkommen sein", erklärt Kristin Schröer. Auch ein Plausch beim Kaffee und bei selbst gebackenem Kuchen soll möglich sein. Geplant ist, für jede Generation einen passenden Raum zu schaffen - etwa einen Salon mit alten Möbeln oder einen Familienbereich mit Spielzimmer. Um alles passend ausstatten zu können, hatte der neu gegründete Verein Anfang 2020 einen Aufruf gestartet und um Unterstützung mit Mobiliar und anderen Gegenständen gebeten. "Die Resonanz war überwältigend", sagt Kristin Schröer. Und das nicht nur in Geyer. "Ich habe auch Sachen aus Cunersdorf, Annaberg-Buchholz und Sehma abgeholt", nennt sie einige Beispiele. Es sei alles zusammengekommen, was benötigt wird. Dafür sei sie unheimlich dankbar.

Die 15.000 Euro aus dem Wettbewerb werden in den Innenausbau der Räume und die Ausstattung der Küche fließen. Derzeit sind bereits Arbeiten im Auftrag des Vermieters im Gang. Staatsminister Thomas Schmidt sagte: "Ich freue mich, dass die Nachricht über den dritten Preis hier so emotional aufgenommen worden ist." Zuvor hatte Kristin Schröer verdeutlicht, dass der Verein sehr froh über solch ein Budget sei. Der Zeitpunkt passe ebenfalls perfekt. "Ich habe in der Corona-Zeit viele Anrufe bekommen von Menschen, die uns ermutigten weiterzumachen. Wir spüren, wie viele sich auf den Treff freuen", so die Vorsitzende des Vereins "Miteinander".

Indes ist Geyer nicht der einzige Ort in der Region, der von Geld aus dem Wettbewerb für den ländlichen Raum profitieren konnte. Es fließen auch 200.000 Euro nach Elterlein für ein Projekt, das zum Ziel hat, das Geburtshaus Barbara Uthmanns zu einem soziokulturellen Zentrum auszubauen. (mit urm)

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