Vom Bolzplatz zum Spielplatz

Im Mildenauer Oberdorf sollen die Kinder einen Anlaufpunkt erhalten. Bisher kann dort vor allem gekickt werden. Spielgeräte sollen das Angebot nun erweitern. Nur eine von vielen Investitionen.

Mildenau.

Beim Thema Finanzen ist die Gemeinde Mildenau solide aufgestellt. Der Haushalt für 2020 ist ausgeglichen, die Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuern bleiben stabil, eine Kreditaufnahme ist nicht geplant und für Investitionen hat die Kommune auch Geld. Dieses soll in unterschiedliche Vorhaben fließen. Ein Überblick:

Unter anderem sollen die Planungen für das neue Wohngebiet "Am Lerchenhübel" vorangetrieben werden. Auch Grundstückserwerb sei dafür notwendig, hieß es im jüngsten Gemeinderat. Die Verwaltung geht aber davon aus, dass sich die Investitionen lohnen werden. Zum einen werden die Kosten beim späteren Verkauf der Baugrundstücke zurückfließen. Zum anderen kann so die Nachfrage nach Bauland gestillt werden. Etwa 35.000 Euro sind für Arbeiten im Kindergarten vorgesehen. "Das ist ungefähr die Größenordnung wie in den vergangenen Jahren", so Kämmerer Ingo Sperling. Geplant ist, einen maroden Zaun im Außenbereich zu erneuern. Im Innenbereich sind Renovierungsarbeiten und Schließfächer geplant.

Des Weiteren wird eine zweite Räumerlaufbahn im Klärwerk erneuert. Kostenpunkt: 50.000 Euro. Die Verwaltung hofft, dafür Fördermittel zu erhalten. Das gilt auch für den geplanten Spielplatz im Mildenauer Oberdorf. Mit einem Schreiben wandten sich vor einigen Monaten Anwohner an die Verwaltung. Darin unterbreiteten sie den Vorschlag, auf dem vorhandenen Bolzplatz einen Spielplatz zu errichten. Die Idee kam gut an, nun sollen Taten folgen. Rund 70.000 Euro wird das Vorhaben nach ersten Schätzungen kosten. In einer ähnlichen Preisklasse bewegt sich die Anschaffung einer dringend benötigten Zisterne für die Löschwasserversorgung in Arnsfeld. Für eine Stützmauer am Langer Weg in Mildenau und die Sanierung einer Bachmauer in Arnsfeld sind jeweils 10.000 Euro vorgesehen.

Und auch wenn erst Februar ist, der nächste Sommer kommt bestimmt. Mehr als 20.000 Euro werden laut Ingo Sperling für eine Art Staubecken für die Filterspülung im Freibad benötigt. Zudem will die Gemeinde die Digitalisierung an der Grundschule weiter vorantreiben. Für W-Lan und eine weitere digitale Tafel sind mehr als 10.000 Euro vorgesehen. Außerdem will Mildenau Bauhoftechnik erneuern, den Gasthof modernisieren und Schilder auf Wanderwegen aufstellen. Bis zum 11. Februar liegt das Zahlenwerk im Rathaus öffentlich aus.


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