Vorsichtiger Optimismus auf dem Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit geht im Erzgebirgskreis weiter zurück - wenn auch wenig

Annaberg-Buchholz.

Das Erzgebirge "ist eine der wenigen Regionen, in der die Arbeitslosigkeit weiter zurückgegangen ist", konstatiert Nino Sciretta bei der Präsentation der aktuellen Arbeitsmarktzahlen in der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz. Auch wenn der Rückgang nur geringfügig sei. Konkret spricht der Leiter der Agentur zum Ende des Monats Juli von 86 Arbeitslosen weniger im Vergleich zum Vormonat. Damit sind gegenwärtig 8358 Erzgebirger ohne Arbeit. Mit einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent nimmt der Erzgebirgskreis damit nach wie vor die Spitzenposition im Vergleich der sächsischen Landkreise ein. Insgesamt sind im Freistaat nach Angaben der Regionaldirektion Sachsen aktuell 134.318 Menschen im Freistaat ohne Arbeit - 597 mehr als im Vormonat.

Deutlicher werden die Auswirkungen der Corona-Krise bei einem Blick auf die Zahlen aus dem Vorjahr: Damals gab es nach Angaben von Nino Sciretta 902 Arbeitslose weniger im Erzgebirgskreis - 12,1 Prozent. Den größten Zuwachs habe es dabei in den zurückliegenden Wochen bei den Bezieherinnen und Beziehern des Arbeitslosengeldes 1 gegeben. Dort weist die Statistik aktuell 3941 Frauen und Männer aus. Wobei laut Agenturchef die Männer mit einem Anteil von 56 Prozent deutlich stärker betroffen sind. Das sei aber vor allem den Branchen geschuldet, welche die Corona-Krise "lahm" gelegt habe: beispielsweise das verarbeitende Gewerbe, das Baugewerbe oder auch den Bereich Lager und Logistik. Frauen seien dagegen weniger stark betroffen, da sie meist in den sogenannten systemrelevanten Berufen tätig seien - also zum Beispiel in der Pflege oder auch im Handel. Derzeit weist die Statistik der Arbeitsagentur in Annaberg-Buchholz insgesamt 2365 offene Stellen aus. Das sind 31 mehr als noch im Juni. Die Nachfrage nach Arbeitskräften nimmt also langsam wieder Fahrt auf, konstatiert der Agenturchef. Dennoch stünden derzeit im Vergleich zum Vorjahr 478 Stellen weniger zur Verfügung.

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