Wald bringt Stadt kaum Erlös

Zuviel Holz am Markt - Borkenkäfer steht bereits für 2020 in Lauerstellung

Jöhstadt.

Feste Einnahmequellen schätzt jede Stadt und jede Gemeinde. Eine solche ist normalerweise der Verkauf von Holz aus dem kommunalen Wald. Auch die Stadt Jöhstadt mit ihren rund 85 Hektar kalkulierte stets mit einem festen Betrag. Seit ein, zwei Jahren ist das vielerorts Geschichte.

Stürme und der Borkenkäfer haben den Wäldern enorm zugesetzt. Sie sorgten für jede Menge Bruch beziehungsweise ein Massensterben von Fichten. Beides führte zu einem Preisverfall am Holzmarkt. "Wir hatten dieses Jahr echte Probleme, das angefallene Holz zum Verkauf zu bringen", erläuterte Revierförster Frank Schlupeck jüngst vor dem Jöhstädter Stadtrat. Seinen Worten zufolge sei der gesamte Plan für dieses Jahr in die Tonne geworfen worden, weil man einfach soviel mit der Aufarbeitung von Schadholz zu tun hatte. Und weil Bruchholz nahezu überall in Deutschland ein Problem gewesen sei, habe man auch Schwierigkeiten gehabt, Firmen zu bekommen, die bei der Aufarbeitung helfen. Eine dieser Firmen sollte im Mai beginnen, sei dann aber erst im August verfügbar gewesen, so Schlupeck.

Er sei 39 Jahre im Geschäft, sagte der Revierförster. Ein solch schwieriges Jahr habe er noch nie erlebt. Und wenn es 2020 erneut sehr trocken zugeht, werde es noch schlimmer, da eine große Borkenkäferpopulation bereits im Boden vorhanden sei und nur auf das Frühjahr warte. Jöhstadt plant deshalb für nächstes Jahr lediglich mit einem Erlös von 370 Euro. Normalerweise waren es immer um die 5000 Euro. (tw)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...