Wanderausstellung: Künstler suchen Antworten

"Wie wollen wir in Sachsen zusammen leben?": Mit dieser Frage befasst sich eine Schau, die ab Sonntag eine Woche auf dem Annaberger Markt gastiert. Der Name lässt bewusst Freiraum - "Kein schöner __ in dieser Zeit."

Annaberg-Buchholz.

Sieben Künstler aus Leipzig touren derzeit durch Sachsen. Ihr Ziel ist klar: Sie wollen etwas bewegen. Erreicht werden soll das mit Kunst, Gesprächen und Workshops. Ab Sonntag macht die Wanderausstellung "Kein schöner __ in dieser Zeit" auf dem Annaberger Markt Station. Bis zum 21. September bleiben die Künstler. Das Projekt teilt sich in zwei Teile. Auf der einen Seite gibt es die Ausstellung, in der beispielsweise die fotografischen Arbeiten von Bea Nielsen unter dem Titel "Sichtweisen" gezeigt werden. Sie setzt darin den Fokus auf die Angst vieler Menschen vor einer vermeintlichen Überfremdung Sachsens durch kulturelle Einflüsse von außen. Paul Altmann wiederum thematisiert in einer Performance, in der er einen Kreis mit einem Durchmesser von 73,3 Metern zeichnet, Raum und Grenzen. Dabei entsteht auch ein Luftbild, der Beobachter ist dazu angehalten, seinen eigenen Raum zu markieren. Auch eine Wandzeitung, eine Installation und vieles mehr werden in der Woche zu sehen sein.

Ergänzt wird die Schau mit einem Vermittlungsprogramm. Die Eröffnung und ein Künstlergespräch macht den Anfang (15. September, 17 Uhr, Markt). Das Künstlerduo Unofficial.Pictures geht zudem mit Interessierten auf Fototour zu stigmatisierten Orten (18. September, 17 Uhr, Markt). Ein Zeitzeugengespräch widmet sich dem Thema Zwangsadoptionen in der DDR (19. September, 19 Uhr, Stadtbibliothek). Zum Abschluss findet ein offenes Erzählcafé statt (21. September, 18 Uhr, Salon West). Die Ausstellung ist ab Montag, 16. September täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen. www.indieserzeit.de

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