Naturschützer gehen gegen Fly-Line am Fichtelberg vor

Der Nabu sieht Rechtsverstöße beim Bau und verweist unter anderem auf die geschützte Ringdrossel. Droht nun der Abriss?

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17Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    1
    Bader
    25.10.2019

    Ich bin nur einmal im Jahr in Othal, aber seit 2 Jahren lieber auf der tschechischen Seite: bessere Pisten, bessere Lifte etc. Recht muss Recht bleiben. Aber solange in O-Thal die Querelen anhalten, wird das wirtschaftsfeindliche Umfeld auch so bleiben und der Region Einnahmen entgehen. Man kann die eine oder andere Seite gut finden, aber im Ergebnis machen die Tschechen das Geschäft. Vielleicht sollte man sich das mal überlegen...Es wird doch wohl Kompromisse geben können....wo ein Wille ist, ist auch ein Weg...Wenn das noch jahrelang so weitergeht, brauchen sich die Beteiligten nicht mehr streiten: dann ist der Zug ohnehin abgefahren. Es gibt dann ausreichend Natur, keine Touristen mehr (die sind dann alle in Tschechien) und auch wenig Einheimische, da die wegen Arbeitsmangel weggezogen sind. Ist das das Ziel, was erreicht werden soll? Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Nachhaltigkeit, nicht nur ökologische (siehe ESG). Deshalb muss ein Kompromiss auch diese Aspekte berücksichtigten. Das sehe ich hier nicht im Einklang...

  • 5
    10
    Tauchsieder
    24.10.2019

    Wahrscheinlich ist dies eine Reaktion der Verwaltung auf die Äußerungen des Rotschopfs aus der Lausitz "saxon.....". Sagte doch dieser in seiner Aschermittwochsrede in Penig, dass es z.B. mittlerweile mehr Rotmilane in Sachsen gibt als Hühner, es einen Vereinschef eines Naturschutzverbandes gibt dessen Namen man sich nicht getraut zu sagen, verglich ihn mit Lord Voldemort usw. . Man braucht sich dann nicht zu wundern, wenn Behörden die Sache auch so Lax angehen, sie der Meinung sind sich über alles darüber hinwegzusetzen.
    Es sind mittlerweile schon so viel Beschlüssen von Gerichten, bis hin zum EuGH, gegen den Freistaat Sachsen erteilt wurden, dass man glauben könnte das sie es begriffen haben. Leider ist diese ein neues Beispiel dafür, dass wahrscheinlich hier wieder ein Gericht der Verwaltung aufzeigen muss was Recht und Ordnung bedeutet.
    Wie ich mich schon in meinem vorhergehenden Kommentar geäußert habe: -BERATUNGSRESSISTENT -!

  • 9
    13
    Inke
    24.10.2019

    @saxon1965: Genau so ist es. Auch wenn es für viele nur irgendein Vogel ist - wir haben einfach kein Recht dazu. Das leuchtet nicht allen ein, aber so ist es nun mal. Wir haben schon genug Arten vertrieben oder ganz ausgerottet. Diese Zeit muss jetzt wirklich vorbei sein. Am Fichtelberg werden übrigens auch regelmäßig Vögel gefangen und beringt. Es "gräbt" also niemand irgendeine Art aus. Hier finden regelmäßige Dokumentationen statt. Dass hier im Vorfeld was grundlegend schiefgegangen ist und man die Sache nicht abgeklärt hat, ist schlichtweg Behördenversagen.

  • 10
    12
    saxon1965
    24.10.2019

    Tauchsieder & cn3boj00, Daumen hoch!
    Obwohl auch ich nicht immer das Tun des NABU gut heiße, in diesem Fall geht es um die Einhaltung von geltendem Recht und wenn sich gar Behörden darüber hinweg setzen, dann sollte die Allgemeinheit dankbar sein, wenn sich ein Verein darum kümmert.
    Die Natur, Flora und Fauna sind Allgemeingut und nur wir Menschen können diese schützen, in der von uns, nach unserem Willen, gestalteten Umwelt. Tragen wir wissentlich dazu bei, dass durch unser Handeln eine Vogelart vertrieben oder gar ausgelöscht wird, ist so etwas verwerflich.
    Fun und Wirtschaftsinteressen dürfen nicht über dem stehen, was wir uns ja wohl "von unseren Kindern geborgt haben".
    Den Menschen auf dem Foto würde wohl das Lachen vergehen, wüssten sie, dass wo möglich die letzten Vertreter einer Vogelart in Sachsen vertrieben wurden!

  • 17
    32
    Inke
    23.10.2019

    Und immer schön auf die bösen Grünen und den Umweltschutz schimpfen. Aber sobald irgendwo eine Windkraftanlage geplant wird, mutieren urplötzlich Mitmenschen zu Hobbyornithologen und entdecken den Umweltschützer in sich, bloß dass man das Ding verhindert bekommt. Hat mal einer darüber nachgedacht wie es hier ohne dieses Mindestmaß an Umweltschutzgesetzgebung aussehen würde? Die Natur kann sich nun mal selbst nicht juristisch vertreten, deshalb muss es auch Menschen geben, die darauf achten, dass geltende Gesetze auch eingehalten werden. So einfach ist das im demokratischen Rechtsstaat. Für diese Gesetze braucht es übrigens auch keinen einzigen grünen Politiker; die Gesetzgebungen gibt es schon einige Jahrzehnte. Da war noch nicht viel los mit "grüner" Politik. Eigentlich liegt das alles klar auf der Hand. Aber mit purem Populismus erntet man hier oft den großen Applaus.

  • 39
    8
    Steuerzahler
    23.10.2019

    Am besten, man sieht ganz von solchen Investitionen für die Allgemeinheit ab. Irgend etwas aus dem Bereich von Flora und Fauna lässt sich doch immer finden und notfalls erfinden, um einen Bau zu verhindern und Macht zu demonstrieren. Der Beispiele gibtves ja wohl genug. Zum Glück können wir noch von der Infrastruktur und dem Fleiß sowie dem Enthusiasmus unsere Vorfahren zehren.

  • 43
    11
    Malleo
    23.10.2019

    Mal schauen, wenn ein alte Bahntrasse wieder ihrer Bestimmung übergeben werden soll und im Schotter ein Salamander entdeckt wird oder ein Moos alte Schwellen begrünt hat.....
    Bei Radwegplanungen auf alten Trassen und deren Verhinderung klappt das schon bestens.
    NABU- ein steuerfinanzierter Verhinderer.

  • 27
    8
    cn3boj00
    23.10.2019

    Zunächst muss man feststellen, dass Recht einfach recht bleiben muss. Wenn Behörden denken sie können das umgehen ist das nicht akzeptabel, zumal es meist die gleichen Behörden sind, die in anderen Fällen durch ihre Bürokratie alles ausbremsen. Deshalb glaube ich, dass es dem Nabu nicht darum geht, diese Anlage nachträglich zu verbieten, sondern einen Rechtsfehler zu beanstanden.
    Zweitens scheint es Leute zu geben, die alles was mit Umwelt, Natur, Klima, Landschaft, Tierschutz zu tun hat in Topf werfen, bei dem sie nur eines sehen: grün, und dabei dann wiederum Parteien, Naturschutzorganisationen, Greta oder Einzelpersonen in einen Topf werfen, bei dem sie vor allem eins sehen: rot. Ein bisschen Differenzierung wäre schon manchmal angebracht. Übrigens bin ich auch kein Freund des Nabu, eben weil sie so eine Krümelkackerei betreiben. Jedes Jahr verliert Deutschland etwa 50 Millionen Brutvögel, Hauptverursacher ist die intensive Landwirtschaft. Doch dazu schweigt man brav, während man sich an den unpassendsten Stellen inszeniert.
    Zuletzt sei aber auch gesagt: das am Keilberg mehr los ist liegt nicht in erster Linie am Naturschutz. Das liegt an politischen Querelen welche Investoren vergraulen.

  • 18
    9
    Leser10
    23.10.2019

    @tauchsieder: wollte gerade schreiben Schade das man nur einen Daumen nach unten vergeben kann. Danke deshalb für den 2. schrecklichen Kommentar...

  • 13
    25
    Tauchsieder
    23.10.2019

    Übrigens "156....", die "Grünen" und der Naturschutz sind soweit auseinander, wie Berlin von Moskau (z.B.).

  • 13
    39
    Tauchsieder
    23.10.2019

    Der NABU gräbt nichts aus "ALic.......", er bezieht sich auf rechtliche Vorgaben. Wenn hier Träger öffentlicher Belange nicht im Verfahren beteiligt werden, dann ist dies ein Verfahrensfehler.
    Warum bekommt man den Verdacht nicht los, dass Behörden und Ämter keinen blassen Schimmer im Bezug auf den Umgang mit Schutzgebieten und den damit einhergehenden Gesetzen und Vorschriften haben. Will man versuchen dies zu umgehen, will man Tatsachen schaffen bevor jemand sich beschwert?
    Soweit mir aber bekannt ist, haben sich verschiedene Naturschutzverbände im Vorfeld dazu geäußert. Wenn man dann versucht mit aller Gewalt mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, holt man sich Beulen.
    Das LRA Vogtlandkreis ist auf die "Schnauze" gefallen. Es hatte versucht illegal, mit einem Schwarzbau, einen Radweg in ein FFH-Gebiet zu "zimmern". Die Stadt Dresden ist mit ihrer Waldschlössschenbrücke vorm EuGH in Luxemburg gestolpert. Mittelsachsen versucht auch vergeblich in einem Schutzgebiet Rad zu fahren.
    Für Außenstehende stellt sich hier eher die Frage, ob die Herrschaften beratungsressistent sind. Der NABU macht seiner ureigensten Aufgabe alle Ehre. Er gibt der Natur eine Stimme.

  • 37
    10
    wolleditt
    23.10.2019

    Jetzt hat der Fichtelberg auch seine Hufeisennase.

  • 38
    10
    Gaggininers
    23.10.2019

    Wir werden uns noch mit solchen lächerlichen Sachen zu tote untereinander Klagen. Das schlimme ist es wird in einer Region von Land, Bund und Gemeinden etwas versucht zu schaffen um Arbeitsplätze zu erhalten, denn durch jeden bezahlenden Gast kommt wieder Gelde in die Kassen bei allen.

    Und ja auch andere Profitieren davon, denn es gibt Leute, die auch danach noch Kneipen, Unterkünfte oder Läden Besuchen. Und Geld hier bei uns lassen.

    Aber das Beste ist wir Klagen und ein paar Meter weiter auf einem fast gleich großen Berg, ganz in der Nähe, ist uns ein anderes Land, wenn es um die Bespaßung von Leuten geht, immer sehr viel schneller mit Entscheidungen...( neue Pisten, neuer Lift,...) warum nur???

    Meine Meinung Naturschutz ist wichtig, aber es gibt viel zu viele die denken Sie können sich Überall mit Einmischen! Bevor Ihr Klagt oder was prüft, geht doch bitte mit dem Geld was da Verbrannt wird direkt was Sinnvolles im Naturschutz an...

    oder Noch besser redet miteinander und Fragt doch erst einmal alle Leute die da Leben und Ihr Leben Unterhalten müssen, wie Sie zu einer Sache stehen.

    Ich denke wir sollten Aufhören, dass immer nur Monologe geführt werden, denn dadurch kommt kein Dialog zu Stande und ohne Dialog keine Kommunikation, keine Kommunikation keine Lösung

  • 33
    12
    518974
    23.10.2019

    Wieso fällt der NABU das erst ein, nachdem die Anlage gebaut und genutzt wird?

  • 42
    16
    AliceAndreas
    23.10.2019

    @Inke

    In dem Artikel steht nicht das geltendes Recht missachtet wurde, sondern nur das die von NABU Sachsen irgend etwas ausgegraben haben um klagen zu können.

    In Wirklichkeit macht man Umweltschutz so kaputt.

  • 23
    42
    Inke
    23.10.2019

    @1564169: Dass bei der Baugenehmigung geltendes Recht missachtet wurde, finden Sie also in Ordnung?

  • 51
    24
    1564159
    23.10.2019

    ich wusste schon warum ich nicht die Grünen gewählt habe, auf so etwas können nur die oder der Nabu bzw. unser Gretchen kommen