Wehr-Nachwuchs meistert anspruchsvolle Ausbildung

Die Thumer Ortsteilfeuerwehren sollen in den kommenden Jahren ein gemeinsames Depot erhalten. Bei der Jugendabteilung klappt die Zusammenarbeit längst prima, wie sich am Wochenende gezeigt hat.

THUM.

Die Thumer Feuerwehrleute haben am Wochenende fast den gesamten Neumarkt in Beschlag genommen. Der Platz wurde auch benötigt. Auf dem Dienstplan stand das Ausbildungswochenende für die Nachwuchshelfer und das hatte es durchaus in sich. "Aktuell sind alle 21 Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr der Stadt Thum anwesend. Ebenso viele Aktive sind als Helfer, Betreuer und Ausbilder präsent", berichtet Jugendfeuerwehrwart Ralf Bärthel. Der 46-Jährige sprach beim Nachwuchs von einer gemeinschaftlichen Truppe aus allen Thumer Ortsteilen. "Das hat die Jugendfeuerwehr den großen Wehren schon mal voraus", so Bärthel.

Aller zwei Jahre findet das Ausbildungswochenende statt. "Denn der Aufwand dafür ist immens", machte der Jugendfeuerwehrwart deutlich. "Zum Ausbildungswochenende wird auch hier im Depot übernachtet, das betrifft die Mitstreiter der Jugendfeuerwehr genauso wie die Aktiven", informierte Ralf Bärthel, der sonst als Notfallsanitäter tätig ist. Den Mädels und Jungs zwischen acht und 17 Jahren machte das natürlich nichts aus, zumal am Samstagabend Eltern und Geschwister zum gemeinsamen Grillen mit anrückten. Und nicht nur für die Kinder, selbst für die Helfer und Betreuer ist das Ausbildungswochenende etwas Besonderes. Es wurde gemeinsam Essen zubereitet und somit gemeinsam für Ordnung gesorgt. Schließlich diente das Wochenende auch dazu, die Gemeinschaft und die Kameradschaft zu fördern.


Aber ohne Anspannung und Lampenfieber ging es nicht ab. Die Prüfung zur Jugendflamme Stufe I und II, dem Leistungsabzeichen der Deutschen Jugendfeuerwehren, stand an. Für die höhere Stufe war Thomas Schulze, Prüfer und Fachgebietsleiter für Wettbewerbe der Kreisjugendfeuerwehr, nach Thum gekommen. Sein Urteil haben die Thumer Verantwortlichen gewiss gerne vernommen: Er bezeichnete den Leistungsstand je nach Ausbildungssituation sehr gut bis hervorragend. "Kamerad Bärthel und die Verantwortlichen haben eine sehr gute Arbeit geleistet", schätzte der Fachgebietsleiter ein. Auch der stellvertretende Thumer Wehrleiter Marek Göthel lobte das Engagement bei der Ausbildung. Die Prüflinge mussten am Wochenende unter anderem den Grundaufbau eines Löschangriffes beherrschen, sich mit Technik im Allgemeinen herumschlagen, und die Erste Hilfe stand genauso auf dem Programm. "Dazu ist das komplette Wochenende eine Besatzung vom DRK-Ortsverband Thum mit einem Rettungstransportwagen dabei", so Ralf Bärthel. Sogar historische Technik wurde demonstriert. Die bereitgestellten Oldtimer, eine "Feierspritz" und ein Traktor, waren vom Förderverein der Feuerwehr der Stadt Thum mit viel Aufwand restauriert worden. Den Mädels und Jungs hat das Wochenende Spaß gemacht. Demnächst geht es für sie ins Zeltlager nach Gelenau. Ebenso steht der Greifensteinpokal der Jugendfeuerwehren in Ehrenfriedersdorf auf dem Programm. Und zum Thumer Stadtjubiläum wollen die Nachwuchshelfer mit einer kleinen Schauübung aufwarten.

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