Wehr vor 140 Jahren gegründet

Eine neue Feuerlöschordnung verpflichtete Ende des 19. Jahrhunderts die Männer des Ortes zum Dienst. Die Geburtsstunde einer Feuerwehr.

Neundorf.

Die Geschichte der Brandbekämpfung in Neundorf beginnt schon vor der offiziellen Gründung der Feuerwehr im Jahr 1880. Denn in dem Ort gab es seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Kastenspritze, die 1878 durch eine neue Abprotzspritze mit Sauger ersetzt wurde. Da letztere Technik eine ordnungsgemäße Bedienung erforderte, wurde eine Feuerwehrordnung erlassen, die alle Neundorfer Männer in einem gewissen Alter verpflichtete, Feuerwehrdienst zu leisten. Wenn es irgendwo brannte, wie beispielsweise 1914 das Käublergut ausgerechnet zu der Zeit des Feuerwehrballs, wurde die Technik per Hand oder mit dem Pferd zum Einsatzort gebracht. Erst 1960 wurde das erste Fahrzeug angeschafft. Wie es in der Chronik heißt, kostete es eine Flasche Schnaps. Nur mit viel Arbeit sei die Fahrbereitschaft des Fahrzeugs möglich geblieben.

Heute ist die Technik eine ganz andere, die die Kameraden der Neundorfer Wehr, aktuell gibt es 27 Aktive und sieben in der Alters und Ehrenabteilung, am Samstag bei der Jubiläumsfeier am Gerätehaus präsentierte. In diesem Jahr musste die Freiwillige Feuerwehr bereits 13-mal ausrücken, berichtet Wehrleiter Michael Siegel. Von brennenden Waschmaschinen über umgestürzte Bäume bis hin zu der Schlammlawine am 10. August war alles dabei. Um die Zukunft der Neundorfer Feuerwehr ist es gut bestellt. Sieben Jungen und ein Mädchen aus Neundorf lernen derzeit das Grundhandwerkszeug in der Gemeindejugendwehr. (aed)

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