Weltmeisterschaft setzt nicht nur sportlich Akzente im Kurort

Nahezu 1000 Nachwuchsathleten aus aller Welt werden im Februar und März des nächsten Jahres in Oberwiesenthal erwartet. Eine Chance für die Stadt - in mehrfacher Hinsicht.

Oberwiesenthal.

Etwa acht Millionen Euro werden in diesem Jahr in Oberwiesenthal verbaut - in Vorbereitung eines sportlichen Großereignisses, das selbst die wettkampferprobten Oberwiesenthaler vor ganz neue Herausforderungen stellt: Vom 28. Februar bis zum 8. März 2020 werden im Kurort am Fichtelberg nahezu 1000 Nachwuchsathleten aus 40 Nationen mit ihren Trainern, Betreuern und Technikern sowie Offiziellen des Internationalen Skiverbandes - der FIS - erwartet. Sie tragen im Schanzenkomplex und in der Skiarena am Fichtelberg ihre Weltmeisterschaften in den nordischen Skidisziplinen aus.

Annähernd acht Millionen Euro werden dafür laut Bürgermeister Mirko Ernst (FDP) allein in diesem Jahr im städtischen Bereich investiert - vor allem in moderne Sportanlagen, die damit auch langfristig weiter für internationale Wettkämpfe und Trainingslager genutzt werden können. Aber auch in die städtische Infrastruktur, von der alle Einwohner des Ortes ebenso profitieren wie die zahlreichen Gäste: Straßen und Wege werden saniert, Parkplätze in Ordnung gebracht, Leitsysteme für das Parken vorbereitet. Noch ist nicht alles fertig. Aber: "Wir liegen mit allen Maßnahmen im Plan - sowohl finanziell, als auch zeitlich", konstatiert der Bürgermeister.


Bauarbeiten werde es in den nächsten Wochen im städtischen Bereich vor allem noch an der Vierenstraße sowie an den beiden Parkplätzen am Speichersee sowie an der Skiarena geben. Dort beispielsweise werden während der Wettbewerbe 70 Container stehen, welche die Wachs- und Umkleidekabinen beherbergen. In den genannten Bereichen müsse laut Bürgermeister während der noch ausstehenden Bauzeit noch mit Einschränkungen gerechnet werden. Gebaut werde auch noch an dem etwa 120 Meter langen Fußgänger- und Rettungstunnel, der zur sicheren Querung der FIS-Rennstrecke unter der Seilbahn am Hang des Fichtelberges errichtet wird. Er hatte bei den Bauverantwortlichen in der Stadt bisher die größten Bauchschmerzen verursacht. Aber auch er werde rechtzeitig fertig. Und er biete auch den nötigen Platz für Rettungsfahrzeuge, hält der Bürgermeister sich hartnäckig im Ort haltenden Gerüchten entgegen, die anderes behaupten.

Das Thema Nachhaltigkeit spielt aber nicht nur für die städtische Infrastruktur eine große Rolle. Nachhaltig agieren auch Geschäftsführer Christian Freitag und sein Team vom ausrichtenden Verein, dem Wintersportclub Oberwiesenthal. Nicht nur, dass sie in die Vorbereitung neben renommierten Unternehmen aus dem gesamten Erzgebirge auch viele junge Nachwuchsakteure mit einbinden und ihnen so erste berufliche Perspektiven bieten. Sie wollen möglichst auch vielen Schulklassen aus der Region die Möglichkeit eröffnen, die Wettbewerbe hautnah miterleben zu können. Zum Beispiel in Form von Projekttagen, die auch noch mit anderen Angeboten in der Stadt verknüpft werden können.

Nachhaltig wird auch beim Thema Verkehr geplant. Um den innerstädtischen Verkehr in Oberwiesenthal zu entlasten, gilt jedes erworbene Ticket zugleich als Fahrausweis für den Öffentlichen Personennahverkehr. Zudem sollen sowohl für die Gäste als auch für alle beteiligten Akteure separate Shuttles eingerichtet werden, kündigt Christian Freitag an.

Karten für die Wettbewerbe gibt es in unterschiedlichen Kategorien und Preisklassen unter anderem in den "Freie Presse"-Shops der Region. An einem zentrumsnahen Ticketverkauf in Oberwiesenthal wird laut Organisatoren noch gearbeitet.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...