Wie es auf der Winter-Eisenbahnplatte geschneit hat...

... und warum Dietmar Lorenz schon einige der Miniatur-Figuren aus dem Bauch seines Staubsaugers herausoperieren musste.

Thum.

Dietmar Lorenz aus Thum war schon als Kind ein Eisenbahnnarr. Heute hat der 76-Jährige vier Platten. Dafür hat er auf dem Dachboden extra ein Zimmer ausgebaut. 22 Quadratmeter für die Modellandschaften. Eine davon passt besonders gut in diese Jahreszeit: Eine Winterplatte, die für den diesjährigen digitalen Adventskalender der "Freien Presse" Modell stand.

Anderthalb Jahre hat Dietmar Lorenz an der Platte gebastelt - mit Unterbrechung, wie er hinzufügt. "Wenn man einmal drüber ist, fällt einem dieses und jenes ein." Auf einer Fläche von 1,85 Metern und 80 Zentimetern fahren nun drei Züge, 160 Mal kleiner als im Original, durch eine verschneite Gebirgslandschaft: Ein Personenzug mit Dampflock, eine Bergbahn und ein Triebwagen mit Hänger.

Bedient werden sie auf ganz herkömmliche Art mit drei Trafos. Auf der Strecke sind Kontakte eingebraut. Sie sorgen dafür, dass die Signale zur rechten Zeit blinken. Und sie garantieren, dass der Zug am Bahnhof Halt macht. "Einer schickt den anderen raus", erklärt Lorenz, der 40 Jahre als Berufskraftfahrer gearbeitet hat.

Solch ein "Winterbrett" wie die Erzgebirger kurz und bündig zu sagen pflegen, erfordert beim Bau und bei der Pflege viel Aufwand. Auch Verschneite Bäume und Häuser, selbst Schneehaufen und Schneewehen in der Landschaft fehlen nicht. Mit Leim, Schneepulver und Küchensieb als Beschneiungsanlage, ist der Thumer zu Werke gegangen. Doch bevor Frau Holle mit ihrer Arbeit loslegen konnte, galt es, die Gleise gut abzukleben. "Die hab ich dann alle einzeln weiß gemacht", so Lorenz.

"Ich hatte schon immer den Wunsch, den Winter auf die Modellbahn zu holen", so der Thumer. Die Spurgröße N hat er gewählt, um so viel wie möglich auf das Brett drauf zu bekommen. Der Reiz liegt auch hier im Detail. Kinder machen eine Schneeballschlacht inmitten der verschneiten Landschaft. Auf einer Eisfläche drehen Schlittschuhfahrer ihre Runden. Und ein Schneepflug sorgt für freie Wege neben den Gleisen. Sogar der Schneemann im Maßstab 1:160 fehlt nicht. "Allerdings bietet der Handel in dieser Baugröße nicht allzu viele Winterfiguren", bedauert Lorenz.

Und damit der Schnee auch schön weiß bleibt, wird mit einem kleinen Staubsauger ganz vorsichtig für eine makellose Winterlandschaft gesorgt. Trotz aller Behutsamkeit herrscht dann Gefahr für die Bewohner der Anlage: So manches Modellmännlein musste Dietmar Lorenz nach solchen Aktionen schon aus dem Bauch des Reinigungsgerätes entfernen. (sane/lomü)

Dieses Türchen wird präsentiert von R+S Steuerberatungs-Gesellschaft mbH Rolf Göbel

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