Zechenstraße wird auf etwa 750 Metern saniert

Hohe Baukosten führen zu Reduzierung der ursprünglichen Baulänge

Oberwiesenthal.

Die Sanierungsarbeiten an der Zechenstraße beschäftigen die Verwaltung und den Stadtrat von Oberwiesenthal schon länger. Eine erste Ausschreibung war im vorigen Jahr bereits wieder aufgehoben worden - wegen der hohen Baupreise. Daraufhin war das Vorhaben noch einmal überarbeitet und letztlich in seinem Umfang reduziert worden. Doch die Situation stellt sich auch nach der wiederholten Ausschreibung nicht anders dar. "Die im Rahmen der Ausschreibung erzielten Preise überschreiten trotz Einkürzung der Straßenbaulänge um 100 Meter gegenüber der letztjährigen Planung deutlich die ursprünglich geplanten Baukosten für den Straßenbau", heißt es dazu aus der Verwaltung. Statt der ehemals vorgesehenen reichlich 243.000 Euro stehen jetzt knapp 370.000 Euro Kosten zu Buche.

Dennoch soll die Sanierung nunmehr auf einer Länge von etwa 750 Metern realisiert werden. Dafür wird eine etwa acht Zentimeter hohe Bitumendecke abgefräst, dafür eine etwa zehn Zentimeter dicke Asphaltdecke wieder aufgebracht, erläutert Heidrun Fischer von der Verwaltung. Zudem soll die Straßenentwässerung teilweise mit saniert werden. Geplant seien die Arbeiten - die unter Beteiligung der Versorgungsträger für Trinkwasser, Gas und Strom ausgeführt werden - von Mitte Mai bis Ende September.

Da eine Aufstockung der Fördermittel durch den Freistaat aus Sicht der Verwaltung nicht möglich ist, wurde vorgeschlagen, die vom Freistaat für die Kommune zur Verfügung gestellte Pauschale zur Stärkung des ländlichen Raumes in Höhe von 70.000 Euro zur Deckung der Mehrkosten zu verwenden und den noch ausstehenden Rest aus der Liquiditätsreserve der Stadt zu entnehmen.

Dieser Vorschlag fand allerdings im Stadtrat keine Mehrheit. Insbesondere seitens der Mitglieder der Einz-Fraktion wurde die Verwendung der Pauschale zur Schließung einer Finanzierungslücke kritisiert. Stattdessen soll dieses Geld lieber für Vorhaben ausgegeben werden, die den Einwohnern zu gute kommen. Als Beispiel dafür wurde unter anderem ein Grillplatz genannt. Letztlich entschieden die Mitglieder des Rates mehrheitlich, vorerst nur die Hälfte der Pauschale für den Straßenbau zu nutzen.


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