Zur Bastei in Thum führt nun keine Brücke mehr

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Die Instandsetzung des Aufgangs liegt in den letzten Zügen. Der steinerne Übergang am oberen Ende musste indes aufgrund von Sicherheitsbedenken weichen. Der Erhalt wird als zu teuer eingeschätzt.

Thum.

Vermutlich kennt kaum einer den Aufstieg zur Bastei in Thum so gut wie Lothar Wagler. Schon lange erklimme er jeden Tag den teils steilen Aufgang mit seinen Natursteinstufen zu dem Aussichtspunkt, berichtet der 72-Jährige. "Deshalb freue ich mich, dass der Weg hergerichtet wird", sagt der rüstige Senior.

Nicht zuletzt, weil der wildromantische Aufgang zwischen Felsen zuvor aufgrund von Sicherheitsmängeln monatelang gesperrt war. Was Wagler zu einem Abweichen von seiner täglichen Routine gezwungen hatte. Inzwischen sind zum Beispiel die vielen lockeren Steintreppen stabilisiert. Die waren das Hauptproblem. "Und sie werden uns auch in Zukunft immer mal wieder beschäftigen", sagt Thums Bürgermeister Thomas Mauersberger (CDU).

Dennoch sei nicht daran gedacht worden, den Weg und die Treppen anderweitig zu befestigen. "Das gesamte Gelände soll seinen ursprünglichen Charakter behalten, so ist es mit dem Forst abgesprochen", sagt Mauersberger. Deshalb bleibe auch so viel Totholz im umliegenden Wald. Nicht zuletzt sei der Aufstieg zu Bastei als Naturpfad ja ein Abschnitt des Rundwegs "Historisches Kalkwerk". Bis Ende Oktober - dann muss die als Kleinprojekt über das Leaderprogramm mit 80 Prozent geförderte Maßnahme abgeschlossen sein - soll nach den Worten des Bürgermeisters nun noch das nicht mehr zeitgemäße und vor allem viel zu niedrige Geländer an Teilen des Wegs erneuert werden.

In die Freude über das Engagement der Stadt für den nicht nur bei Einheimischen beliebten Aufstieg zur Bastei mischt sich bei Lothar Wagler jedoch ein dicker Wermutstropfen. "Schade, dass die Brücke weg ist", sagt der 72-Jährige. Jener Übergang bildete am oberen Ende der Treppe einen der beiden Zugänge zum eigentlichen Aussichtspunkt. Die kleine Brücke zwischen zwei Felsen bestand nur aus einem großen flachen Stein samt Geländer. "Es gab leider echte Bedenken, was die Sicherheit anbelangt. Die Kosten für eine ordentliche Lösung hätten im höheren vierstelligen Bereich gelegen. Daher entschlossen wir uns, künftig auf die Brücke zu verzichten", so Mauersberger. Ihm sei klar, dass das viele das nicht gerne sehen. Zumindest aber habe der Brückenstein wenige Meter weiter auf dem Weg in ähnlicher Funktion eine neue Verwendung gefunden.

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