Zwei Großbrände, Corona, Gerüchte um einen Swingerclub: Topklicks im August

Der August war für Kameraden der Feuerwehren im Erzgebirge besonders fordernd, sie mussten zu mehreren Großbränden ausrücken. Nachdem es Ende Juli gut zwei Wochen keine neuen Corona-Infektionen im Erzgebirgskreis gegeben hatte, steigen die Fallzahlen seit Anfang August langsam, aber stetig. Das sind nur zwei der Themen aus dem Erzgebirge im August besonders interessiert haben.

Gewaltige Feuerwalze rollt bei Schneeberg übers Feld

Auf einer Breite von mehr als 260 Metern fraß sich am 22. August ein Feuer durch ein Getreidefeld an der Bundesstraße 93 in Schneeberg. Der Rauch war bis nach Aue zu sehen. Im Einsatz waren gut 60 Kameraden der Feuerwehren Schneeberg mit Neustädtel und Griesbach, Aue-Bad Schlema sowie Zschorlau. Warum ihnen beim Löschen der Wind zu Gute kam, erfahren Sie hier [FP+].

Dreiseitenhof in Weißbach brennt nieder

Etwa eine Woche zuvor hatte bereits ein Großbrand auf einem Dreisteithof im Amtsberger Ortsteil Weißbach zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt. Dem Feuer war ein Streit zwischen zwei Männern vorausgegangen, bei dem einer schwer verletzt wurde. In der Nähe des Hofes nahm die Polizei einen Tatverdächtigen fest. Gegen ihn wird wegen versuchten Totschlags und Brandstiftung ermittelt [FP+].

Drei Tage mussten die Einsatzkräfte mit dem Feuer kämpfen, bis alle Glutnester endgültig gelöscht waren. Besonders gefährlich machte den Einsatz die Tatsache, dass noch einige Aceton- und Propangasflaschen in den Wirtschaftsgebäuden lagen, berichtete die Gornauer Feuerwehr im sozialen Netzwerk. Während der Löscharbeiten habe man immer wieder den Rückzug antreten müssen, weil die Gasflaschen detonierten. Auch ein Öltank explodierte, fügte Torsten Kafsak hinzu. Rückblick auf einen Feuerwehreinsatz bei großer Hitze, der für die Kameraden besonders fordernd war [FP+].

Pflegeheime: Kostendruck auf Angehörige wächst

Derzeit laufen die Verhandlungen über die neuen Kostensätze in den Pflegeheimen. Auch wenn bislang noch keine konkreten Zahlen vorliegen, steht bereits fest, dass die Eigenanteile steigen werden. Eckhard Ahnert, Ehemann einer Pflegebedürftigen, aus Raschau schlägt deshalb Alarm. Der Eigenanteil für seine Frau, die auf vollstationäre Pflege angewiesen ist, könnte um circa 400 Euro steigen. "Das wäre für mich das wirtschaftliche Aus. Dann ginge auch meine Rente komplett mit drauf", sagt der 65-Jährige, der sich dadurch bestraft fühlt.

Corona: Das ist die aktuelle Lage im Erzgebirge

Mehr als 580 Menschen sind im Erzgebirge bislang positiv auf das Coronavirus getestet worden, 43 Erkrankte sind gestorben. Aktuelle Erkrankungs- und Quarantänezahlen für das Erzgebirge finden Sie in diesem fortlaufend aktualisierten Beitrag [FP+].

Was ist dran an Gerüchten um Swingerclub in Schönheide?

Wer durch die Lindenstraße in Schönheide geht, findet Dorfidylle pur: hübsche Häuser, gepflegte Vorgärten, Ruhe, die höchstens mal das Bellen eines Hundes stört. Doch damit könnte es jetzt vorbei sein, befürchten die Anwohner. Im Ort geht das Gerücht um, dass sich in der Lindenstraße ein Swingerclub etablieren soll. Ein Nicht-Schönheider hat das Haus gekauft und für dieses den Bauantrag auf Umnutzung zu "Ferienwohnungen mit Wellnessbereich" gestellt.

Auer Betrieb meldet Insolvenz an

Die Simplon-Werk Aue GmbH ist hervorgegangen aus der Industrieofenbau Aue GmbH und kann auf eine 100-jährige Tradition zurückblicken. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als "Nr. 1 in Deutschland für die Salzbadtechnologie". Heute liefert es an Kunden in der Automobilindustrie, des Maschinenbaus und der Stahlindustrie. Nun ist es in wirtschaftliche Not geraten und hat einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt [FP+].

Neue Theorie zum Poppenwald: Lagert dort eine Drei-Millionen-Volt-Anlage aus der Nazizeit?

Ist im Poppenwald ein Versteck aus dem Zweiten Weltkrieg zu finden? Nach Auswertung alter Spionagefotos hat ein Hobbyforscher eine neue Theorie vorgelegt [FP+]: Er vermutet dort eine Drei-Millionen-Volt-Anlage des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Biophysik in Frankfurt/Main. Mit der 90 Tonnen schwere Apparatur sollte im Auftrag der Nationalsozialisten die Nutzung radioaktiver Strahlung als Waffe erforscht werden.

Knapp 90 bekannte Fälle: Unbekannte lockern Radmuttern im Erzgebirge

Eine besonders perfide Masche verunsichert derzeit Autofahrer in der Erzgebirgsregion. Ende August wurde erneut so ein Fall bekannt: Am Pkw einer jungen Familie aus Beierfeld lockerten Unbekannte die Radmuttern. Das gilt als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und somit als Straftat. Das bestätigt Andrzej Rydzik, Pressesprecher der Polizeidirektion Chemnitz. Mittlerweile sind es im Erzgebirge seit Jahresbeginn fast 90 gleich gelagerte Fälle [FP+], zu denen die Kriminalpolizei Ermittlungen aufgenommen hat.

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