500.000 Euro für eine Herzensangelegenheit

Moderner geht's nicht: Die auf dem deutschen Markt modernste Technik ihrer Art kommt ab sofort im Herzkatheterlabor des Auer Helios-Klinikums zum Einsatz. Das eröffnet neue Möglichkeiten.

Aue.

Mehr als eine halbe Million Euro hat das Projekt gekostet, das sprichwörtlich als Herzensangelegenheit bezeichnet werden kann: Im Helios-Klinikum Aue ist in diesen Tagen ein neues Herzkatheterlabor in Betrieb gegangen. "Es handelt sich dabei um die auf dem deutschen Markt derzeit modernste Technik", so Pressesprecherin Katharina Kurzweg.

Das neue Labor ermöglich gar Medizin auf Universitätsniveau. Nach mehr als zehn Jahren und reichlich 14.000 Herzkatheteruntersuchungen hat die Medizintechnik des alten Herzkatheterlabors am Auer Klinikum ausgedient gehabt. In den zurückliegenden Tagen bauten Experten das gesamte Equipment aus und ersetzten es durch die neue Anlage, die als äußerst modern gilt. Thomas Ketteler, Chefarzt der Kardiologie, freut sich sehr darüber. "Die Anlage ist für alle ein Gewinn. Die Röntgenstrahlenbelastung reduziert sich für den Patienten - und vor allem auch für das Personal um zirka 70 Prozent", sagt er. Außerdem garantiere die neue Technik eine bessere, vor allem viel schärfere Bildgebung bei den sensiblen Eingriffen.

Die neue Medizintechnik ermöglicht seinem Team überdies ein größeres Leistungsspektrum. "Für die Zukunft planen wir auch Eingriffe bei bestimmten Herzklappenerkrankungen und Herzfehlern, die bisher nicht bei uns umsetzbar waren."

Seit Jahren pflegt das Klinikum auf dem Zeller Berg eine sehr enge Kooperation mit dem Herzzentrum Leipzig. Diese Zusammenarbeit beinhaltet nicht nur die gemeinsame Patientenbetreuung. "Sie macht es auch möglich, dass die Auer Mediziner in Leipzig von den Besten lernen können", so Kurzweg. So finden regelmäßig Fortbildungen und gemeinsame Eingriffe im Leipziger Operationssaal statt. Marcel Koch, Geschäftsführer des Auer Klinikums, sagt: "Wir wollen den Erzgebirgern Spitzenmedizin vor Ort anbieten. Das bedeutet auch, dass wir stetig in neue Technik und Weiterbildung des Personals investieren."

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