650.000 Euro für zwei Schneeberger Schulen

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat am Freitag Förderbescheide übergeben. Dadurch soll auch Geld gespart werden.

Schneeberg.

Eigentlich gibt es für Ruben Förster derzeit keinen Grund, in die Oberschule Schneeberg zu gehen. Denn noch eine ganze Woche hat der 14-Jährige Ferien, bevor er am 19. August wieder die Schulbank drücken muss, dann in der neunten Klasse. Doch am Freitag machte er für Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) eine Ausnahme. Beim Rundgang durch das Schulhaus zeigte der Schneeberger, wie eine moderne, interaktive Tafel funktioniert. Damit können Lehrer Kindern komplexe Vorgänge schnell erklären. Das Lernen nimmt die Technik den Schülern aber nicht ab.

Grundlage dafür ist aber eine gute Ausstattung. Und die hat die Bildungseinrichtung der Bergstadt, wie die Schulleiterin Cornelia Kallweit dem Minister aus Dresden zeigen konnte. Zweimal hatte die Schule auf der Kippe gestanden. "2013 unterrichten hier 22 Lehrer 182 Kinder. Aktuell sind 384", machte Kallweit die positive Entwicklung deutlich. Die Anzahl der Lehrer sei aber nach wie vor gleich geblieben. "Das Erzgebirge ist eine Problemregion, in der Lehrer fehlen. Wir versuchen mit verschieden Mitteln, mehr Absolventen für den ländlichen Bereich zu begeistern", sagte der Minister.


Neben finanziellen Anreizen soll auch das Verankern der Ausbildung in der Region etwas bringen. So starte in den nächsten Tagen erstmals die Ausbildung von Referendaren in Annaberg-Buchholz. Außer guten Gehältern und gesellschaftlicher Wertschätzung der Lehrer sei es aber auch nötig, die Schulen bestmöglich auszustatten. Die Bergstadt hat seit der Wende viel Geld in das Gebäude der Oberschule gesteckt. So entstanden auch eine Turnhalle und ein Anbau. Zudem wurde das Brandschutzkonzept umgesetzt. Die 278.600 Euro Fördermittel, die der Minister am Freitag symbolisch überreichte, sind für die Dachdämmung und die Fassadensanierung vorgesehen. "Damit wollen wir die Energiekosten weiter senken", erklärt die Schulleiterin. Die Gesamtbaukosten betragen 371.500 Euro.

Auch im Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium Schneeberg soll Energie gespart werden. Eine Förderung in Höhe von 288.800 Euro wird für das Erneuern der Innenbeleuchtung verwendet. Gesamtbaukosten: 361.000 Euro. "Wir stellen auf LED um. Auch die Elektroanlage wird saniert", sagte Schulleiterin Adlin Elle. Für das Gymnasium, in dem derzeit 42 Lehrer 384 Schüler unterrichten, ist der Landkreis zuständig.

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