Ärger mit Unbelehrbaren: Kliniken verhängen Besuchsstopp

Ohne Maske, ohne Respekt, ohne Einsicht: Die Krankenhäuser im Altkreis klagen darüber, dass viele Besucher die Corona-Regeln missachten. Nun ziehen sie Konsequenzen.

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1616 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    0
    harzruessler1911
    21.10.2020

    @TWe
    Danke für die Rückmeldung.
    Ich glaube wir zwei haben gestern in der Hitze des "" Gefechts"" den letzten Abschnitt (vor Lage der Kliniken) schlicht und einfach übersehen, es sei denn es wurde nachgebessert, sowas gab's ja auch schon mal (war allerdings im letzten Jahr).
    Aber egal, dort steht dass es in den hier genannten Kliniken Ausnahmen vom Besucherstopp geben soll u. a. Palliativ - Kinder usw. , was zumindest in dem Punkt gut ist.
    So was fett zu Drucken oder zumindest gleich an den Anfang des Artikels zu stellen, wäre aber meiner Meinung nach, in solch einem Fall angebracht gewesen.
    Ansonsten, sollte man trotz allem das Besuchssystem verbessern, anstatt die Anderen welche sich an die Besuchsregeln halten mit in "" Haftung "" zu nehmen.
    So werden irgendwann auch diese Menschen völlig demotiviert, sich an was halten zu wollen, wenn man trotzdem bestraft wird.

  • 4
    0
    TWe
    21.10.2020

    @harzruessler1911:
    Lt. Homepage des hier benannten Klinikums Aue ist bezüglich Besuchs-Stopp folgendes zu lesen: "In medizinischen Ausnahmesituationen, die einen Besuch erforderlich machen, werden sich die entsprechenden Abteilungen mit den Angehörigen in Verbindung setzen."

    Die Homepage des Chemnitzer Klinikums verlautet zum Thema Besuchsverbot folgendes: "Individuelle Regelungen gelten für die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, die Klinik für Kinderchirurgie, die Geburtshilfe/Kreißsaal, die Palliativstation K120 sowie für die Intensivstationen."

    Mit dem Klinikum Aue habe ich persönlich keine Erfahrungen. Im Chemnitzer Klinikum konnte ich vor 2,5 Jahren auf der Stroke Unit (tgl. Besuchszeit damals: 30 min) ca. 13 Std. ununterbrochen am Sterbebett meiner Mutter sitzen. Diese Erfahrung veranlasst mich zu der Annahme, dass solche Situationen mindestens seitens des Chemnitzer Klinikums auch jetzt mit der notwendigen Sensibilität gehandhabt werden.

  • 3
    1
    harzruessler1911
    21.10.2020

    Hier ein Auszug und Link zum Klinikum Passau Besuche - während Corona

    -Für die Intensivstationen und die Stroke Unit gelten Besuchszeiten nach
    Absprache.
    -Werdende Väter dürfen in den Kreißsaal.
    -Die Begleitung Sterbender durch den engsten Familienkreis ist jederzeit zulässig.


    https://www.klinikum-passau.de/informationen-zum-coronavirus

    Und seht Euch dabei mal an , wie es hier gehandhabt wird. Vielleicht kann man davon ja etwas übernehmen, bevor man einen Rundumschlag macht.

  • 4
    0
    harzruessler1911
    20.10.2020

    @TWe

    Mag sein, dass dies bei denen die Du kennst so ist.
    In meinem Bekanntenkreis gab es gerade erst einen Todesfall, zum Schluss nur noch Palliativ- leider war seine Krebserkrankung nicht mehr zu behandeln, gerade etwas über 50. Kam nicht mal mehr nach Hause.
    Dessen Verwandte durften ihn alle besuchen, nat. unter Auflagen und nicht alle auf einmal.
    Dessen langjährige Lebensgefährtin, nicht verheiratet, durfte die letzten Tage, komplett bei ihm bleiben, d.h. über Nacht. Man hatte extra ein Bett dazu gestellt.
    Seine große Angst war, nach den Bildern und Berichten von Bergamo, wenn es soweit ist, ganz allein sterben zu müssen.
    Er musste es zum "Glück" nicht. Er ist friedlich in den Armen seiner Lebensgef. eingeschlafen.
    Dies war trotz des Verlustes auch für seine
    Familie eine große Erleichterung, dass man seinen allerletzten Wunsch erfüllen konnte.
    Die Klinik befindet sich in Passau.
    Menschlichkeit-nicht vergessen!!

  • 6
    2
    TWe
    20.10.2020

    @harzruessler1911: Besuche auf Palliativ-Stationen waren bzw. sind innerhalb aller mir bekannten Besuchseinschränkungen/-verboten ausdrücklich als Ausnahme vorgesehen. Im Hinblick darauf irren Sie sich also ganz offensichtlich.

  • 3
    12
    harzruessler1911
    20.10.2020

    Aus meiner Sicht hat hier @Alice recht.
    Ganz groß wird immer wieder das Setzen auf Freiwilligkeit betont, besonders von den Politikern.
    Wird dies dann von Einigen nicht eingehalten, weil es entweder keine, zu wenige oder ineffective Kontrollmaßnahmen gibt, wird einfach etwas angewendet, was es laut unserem Rechtsverständnis gar nicht geben sollte: Eine Art "Sippenhaft".

    Richtig wäre genau genommen: Die Falschen werden mitbestraft, weil man nicht fähig ist, die welche sich nicht an die Regeln halten in den Griff zu bekommen. .

    I'm Übrigen habe ich aktuell den Eindruck, dass Notfallaufnahmen nicht gerade überlastet sind, zumindest war es am 17.09.2020 gegen 22:00 Uhr hier so. Hatte noch nie erlebt, dass man ohne Wartezeit sofort dran kam, kaum Patienten da waren.
    Bestrafung der Kranken, eventuell sogar Sterbenden (nehme mal Covid aus) , ihnen die für die Genesung so wichtigen sozialen Kontakte oder dem Sterbenden den friedlichen Abschied zu ermöglichen.. das Letzte

  • 18
    1
    HORNCL
    20.10.2020

    Wer nicht hören will und kann, muss fühlen. Leider trifft es in diesem Fall wiedereinmal die Falschen. Schade.

  • 25
    4
    Lumixer
    20.10.2020

    @AliceAndreas: Die Sicherheitsdienste in den Kliniken sind bereits mit anderen, wichtigeren Dingen beauftragt, z.B. zum Schutz vor Übergriffen auf medizinisches Personal - besonderes in den sinnlos überfüllten Notaufnahmen etc., nicht jedoch, Ignoranten zu betreuen. Das Budget für solche Dienste ist ohnehin knapp bemessen, vom nötigen Personal ganz abgesehen. Zudem ist jede weitere Person, die nicht unmittelbar zur Behandlung und Pflege notwendig ist, nur im Weg herumsteht und die Schwestern anbaggert, oft sicher selbst aus der Bevölkerungsschicht der Verharmloser stammt, überflüssig. Das Geld kann man sinnvoller verwenden.
    Die Supermärkte erwirtschaften prächtige Umsätze und Gewinne, sind marktbeherrschend. Einer Familie Albrecht oder Schwarz, mit Milliardenvermögen, zahlt diese Sondermaßnahmen aus der Portokasse - zudem steuermindernd.
    Sie vergleichen wieder einmal Äpfel mit Birnen.

  • 7
    12
    AliceAndreas
    20.10.2020

    @Lumixer

    Es ist noch gar nicht lange her, da stand vor jedem Geschäft Sicherheitsdienst um zu kontrollieren das jeder nen Einkaufswagen nutzt!
    ... also ja, sicher könnte auf jeder Etage eine Person stehen, dieser könnte dann z.b. ein Hausverbot durch setzen.

    Übrigens werden in so einem KH nicht nur Maskenverweiger und Maskenbefürworter behandelt, sondern alle Schichten, Kulturkreise, usw

  • 15
    10
    AliceAndreas
    20.10.2020

    Was ist denn an meiner Forderung falsch - der Sicherheitsdienst sollte lieber die Einhaltung der Maßnahmen kontrollieren, statt dafür zu Sorgen das niemand herein kommt?

    Schließlich sollte das Ziel doch sein das Besucher wieder zu ihren Angehörigen können! Oder nicht?

  • 40
    6
    DerGebirger
    20.10.2020

    Das ist ja leider der Teufelskreis, den die meisten Masken-/Coronaleugner nicht nachvollziehen können.

    Sie (auf gut Deutsch) scheißen auf die Maßnahmen, halten sich nicht dran und verbreiten im schlimmsten Fall unwissend das Virus. Das führt zu immer weiter steigenden Infektionszahlen mit daraus resultierenden schärferen Maßnahmen.

    Das ist quasi mit Anlauf von hinten ins eigene Knie geschossen ...

  • 7
    24
    AliceAndreas
    20.10.2020

    ... das keine Besucher mehr ihre Angehörigen besuchen dürfen finden alle gut (57 Grüne Daumen bei Lax)

    ... das der Ordnungsdienst für die Einhaltung der Vorgaben sorgt und damit Besucher wieder zu ihren Angehörigen dürfen finden alle doof (nur rote Daumen bei mir)

    Verrückte Welt

  • 31
    1
    Lumixer
    20.10.2020

    @AliceAndreas: Der Schutz der Patienten steht ganz oben. Sie können nicht in jedem Patientenzimmer, auf jeder Station einen Sicherheitsdienst abstellen. Wenn der Appell an die Vernunft nicht ausreicht, muss eben härter sanktioniert werden. Mit unbelehrbaren Kindern handhabt man es schließlich ebenso.

  • 6
    41
    AliceAndreas
    20.10.2020

    Nein, das ist alles andere als "Richtig so".

    Natürlich ist das asoziales Verhalten.
    Und dieses muss unterbunden werden - notfalls von dem Sicherheitsdienst den es jetzt ja gibt ... nur eben mit der falschen Aufgabe!!

  • 66
    8
    Piepsel
    20.10.2020

    Warum werden die Geldstrafen für Maskenverweigerer nicht konsequenter durchgesetzt?
    Wenn solche Leute drei- viermal bezahlen müssen, überlegen sie vielleicht mal.
    Einsicht ist von den Masskenverweigerern sowieso nicht zu erwarten, also dann die harte Tour über die Finanzen.

  • 102
    9
    Lexisdark
    20.10.2020

    Da haben sich gewisse Leute, die meinen, dass die Maske Quatsch sei, ins eigene Bein geschossen. Richtig so. Schade nur für die Patienten und die Gäste, die sich daran gehalten haben. Im Krankenhaus hat man sich auch ohne Corona an gewisse Vorgaben zu halten und dann noch das Personal angehen ist unter aller Kanone. Fast schon asoziales Verhalten.