AfD schwört Anhänger auf Wahl ein

Wahl 2021 Bei einer Wahlkampfveranstaltung waren Corona und Flüchtlinge die dominierende Themen - nicht nur bei den Rednern, sondern auch beim Publikum.

Etwa 50 Frauen und Männer kamen am Mittwochabend zu der etwa zweistündigen Veranstaltung. Nach dem offiziellen Ende wurde zum Teil vereinzelt weiter diskutiert.

Für Sie berichtet: Denise Märkisch

In gut vier Wochen findet die Bundestagswahl statt. Langsam aber sicher kommt auch im Wahlkreis 164 - Erzgebirge I der Wahlkampf in die heiße Phase. Am Mittwochabend veranstaltete die Alternative für Deutschland (AfD) in der Gaststätte "Die Burg" in Ehrenfriedersdorf einen ihrer wichtigsten Wahlkampftermine in der Region. Direktkandidat Thomas Dietz aus Lugau erhielt dabei Unterstützung vom Landtagsabgeordneten Thomas Prantl und vom Bundestagsabgeordneten René Springer. Etwa 50 Interessierte verfolgten die Reden mit anschließender Fragerunde.

Den Anfang machte Thomas Dietz. Der Lugauer forderte unter anderem einen Stopp für das Abschalten von Atomkraftwerken und sprach sich gegen Windkraftanlagen vor allem im Erzgebirge aus. Und er thematisierte die Coronapolitik in Deutschland. Vor allem die Themen Impfungen von Kindern, Maskenpflicht und Freiheitseinschränkungen aufgrund der Coronamaßnahmen wurden von allen drei AfD-Politikern immer wieder ausgeführt und kritisiert. Landtagsabgeordneter Thomas Prantl sagte beispielsweise: "Wenn wir aufhören zu testen, haben wir keine Pandemie mehr." Von Panikmache und moralischer Erpressung vonseiten der Regierung war die Rede. Es gab immer wieder Applaus aus dem Publikum.

Ein weiteres wiederkehrendes Thema an diesem Abend waren Asylsuchende, besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in Afghanistan. AfD-Bundestagsabgeordneter René Springer erklärte, 2006/2007 selbst als Soldat und später noch einmal privat in dem Land gewesen zu sein. Er begrüßte den Abzug deutscher Truppen. Zudem sagte der Brandenburger, dass er zwar für den Schutz der Ortskräfte sei, allerdings nicht, indem sie nach Deutschland geholt werden, sondern heimatnah. Zudem wurden Warnungen vor großen Flüchtlingsströmen geäußert.

Etwas mehr als eine Stunde sprachen die drei AfD-Politiker. Die gesamte Veranstaltung wurde live ins Internet übertragen. An den Bildschirmen war die Resonanz deutlich geringer, wie die angezeigten Zugriffe an dem Abend verrieten. Nach den drei Reden konnten die Anwesenden Fragen stellen. Das wurde rege genutzt. Oft drehten sich die Fragen um das Thema Corona und wie sich beispielsweise Eltern oder auch Großeltern gegen das Impfen von Kindern wehren könnten. Auch die Angst vor mehr Flüchtlingen wurde immer wieder deutlich artikuliert. Am Ende forderten die Politiker ihre Anhänger auf, persönlich wählen zu gehen.

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