Ampel statt Blitzer - Kreis will Raser an Kreuzung ausbremsen

Nach dem tödlichen Unfall auf dem Knotenpunkt bei Schneeberg ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die beteiligten Fahrer. Das Landratsamt sieht ein generelles Problem - und will jetzt durchgreifen. Für den Wunsch vieler Autofahrer gibt es kein grünes Licht.

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3Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Hajü50
    19.02.2020

    Kreuzung Weißbacher Kuppe


    Sehr geehrter Herr Freitag,

    da mich die Problematik zu diesem Thema schon lange wieder bewegt hat, bin ich im letzten Absatz Ihres Artikel dann doch etwas stutzig geworden,

    aus welchem Grund wird die Bundesstraße B93 der Staatsstraße S282 in diesem Fall untergeordnet.

    Womit sich die Frage an die Behörde ergibt, welche Richtlinie liegt hier zugrunde.

    Betrachtet man den Fall aus dieser Perspektive ist die Lösung nämlich Michmädchenhaft einfach.

    Das heißt, wird die Bundesstraße wieder durchgängig zur Hauptstraße an dieser Stelle gibt es aus Richtung Weißbach außer in Extremfällen keinen Staus durch hängende LKWs am Berg.
    Aus Richtung A72 kommende Fahrzeuge mussten bisher wegen des Knotenpunktes ohnehin Ihre Geschwindigkeit auf 50km/h drosseln, hinzu käme in diesem Fall die Beachtung der Vorfahrt auf der Hauptstraße (B93).
    Für den Verkehr aus Schneeberg kommend bedeutete diese Variante schlicht und einfach abbiegende Hauptstraße beachten.

    Und hier möchte ich mich auf die Einlassung des Herrn Landrat Vogel beziehen und anmerken das
    eine Nichtbeachtung der Vorfahrt doch eine ganz andere Hausnummer für Fahrzeugführer darstellt
    wie eine Geschwindigkeitseinschränkung.

    Sicher könnte man diese Erläuterungen noch detaillierter ausführen, aber da diese Zeilen an kompetente Zeilen an Behörden und Politiker gerichtet sind verzichte ich auf noch mehr Einzelheiten.
    Selbstverständlich müsste ein solch Änderung durch entsprechend weiträumige Hinweise begleitet werden, aber auch dies würde sicherlich profimäßig erledigt.

    Wieder Zusammenfassung, mit dieser Lösung könnte viel Steuergeld gespart werden und für mein Dafürhalten an dieser Stelle auch wieder Verkehrssicherheit hergestellt werden. Das heißt
    keine Ampel, kein Kreisverkehr und nur ein paar Schilder und entsprechende Fahrbahnmarkierung, die sich in heutigen Zeiten bestimmt überschaubar (vielleicht 20t bis 30t €) realisieren ließen.

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    Hajü50
    19.02.2020

    Kreuzung B93-Autobahnzubringer(S282) Freie Presse v. 19.02.2020





    Und wieder einmal Kreuzung B93 Autobahnzubringer (S282) auf der Weißbacher Kuppe.
    Es ist unsäglich, mit welcher Intension dich die Verantwortlichen für die Planung und Errichtung dieser Kreuzung gegen die Lösung durch einen Kreisverkehr stellen, obwohl
    im Erzgebirgskreis einige funktionierende Beispiele existieren und mir persönlich noch nicht
    durch entsprechend negative Berichterstattung in Erinnerung gerufen wurden, wie das mit dieser Kreuzung der Fall ist.

    - B101- Bahnhofstr. am unteren Bahnhof Annaberg-Buchholz, Anfang der 1990er Jahre
    ständiger Rückstau an Ampelkreuzung B101- Bahnhofstr. in alle Richtungen. Nach Er-
    richtung des recht kleinen Kreisverkehrs , fließender Verkehr trotz Bundesstraße und
    Verkehr mit 40to LKWs

    - B101-S272 am Eisenbahnviadukt Schwarzenberg, selbiges Problem wie am untern Bahnhof
    Annaberg-Buchholz während der Ampelkreuzungsphase. Nach Umbau zum Kreisverkehr,
    fließender Verkehr.

    - B101-Autobahnzubringer (S258) Ortsausgang Scheibenberg, 2007 wurde mit Anbindung
    des Autobahnzubringers (S258) an die B101 dieser Kreisverkehr sofort mit erstellt und
    ist bisher noch nie mit größeren Unfällen in Erscheinung getreten.

    An diesen o. g. genannten Knotenpunkten habe ich noch nie wesentliche Staus erlebt noch
    von größeren Unfällen gehört.

    Die ungenügende Wahrnehmung des in Verruf stehenden Verkehrsknoten vor Schneeberg
    lässt sich ganz einfach aufwerten, in dem diese Kreuzung in einen Kreisverkehr umgebaut
    wird und damit auch Herrn Landrat Vogel genüge getan wird. Denn bei einer Beschilderung
    wie sie derzeit vorhanden ist, plus Kreisverkehrsschild, ist es höchst unwahrscheinlich das jemand mit Tempo 100 km/h über eine erhöhte Verkehrsinsel hinwegfegt, oder Herr Landrat? Wobei noch anzumerken ist, das rote Ampeln doch auch schon ignoriert wurden,
    wie derzeit diese Kreuzung.

    Mehr wie Herr Landrat Vogel hat mich die Behörde verwundert, die durch einen Kreisverkehr den vorrangigen Verkehr auf der Staatsstraße in Gefahr sieht (gegenüber der Bundesstraße). Aber stehen nicht bereits jetzt schon diese Tempobeschränkungsschilder bis auf Tempo 50 km/h die niemand beachtet aber die dann auch für den Kreisverkehr vonnöten sein werden?
    Bei der Verkehrsdichte an dieser Stelle auf der Bundesstraße und der Staatsstraße nach meiner Erfahrung (ca. 1 Million selbst gefahrener Kilometer)ist eine Behinderung durch eine
    Ampel bedeutend höher wie bei einem Kreisverkehr, denn ich halte auf beiden Straßen
    die Verkehrsdichte für vergleichbar und für beide Seiten gibt es mit Kreisverkehr keine Gelbphase außer dem Vorfahrtsgebot. Hinweis: Kolonnenbildung durch Ampel

    Da ich weiß das die nötigen Leerrohre, die für eine Ampelanlage benötigt werden, schon beim Kreuzungsbau mit verlegt wurden, drängt sich mir die Frage auf, war hier die Behörde so vorrausschauend oder hat das etwas mit einer Ampellobby zu tun.
    In den 1990er Jahren habe ich bei einer Tiefbaufirma gearbeitet und hatte in diesem Zusammenhang auch mit Genehmigungsanträgen für Verkehrssperrungen im öffentlichen Raum zu tun. In diesem Zusammenhang erfuhr ich, dass das Straßenbauamt (damals noch Sitz in Schlema) verwandtschaftlich mit einer in der Region ansässigen Firm für Verkehrs-sicherungstechnik verbunden war. Ist mal nur so ein Gedanke.

    Dem früheren Landtagsabgeordneten Thomas Colditz stimme ich zu, auch ich halte den Kreisverkehr für das Beste. Auch hat er Recht, dass das etwas mit den Kosten zu tun hat, denn eine Ampelanlage kostet bei der Errichtung viel Geld plus der ersten Programmierung vor der Inbetriebnahme, zuzüglich der jährlich anfallenden Wartungskosten etc.
    Bei einem Kreisverkehr wäre das nun doch etwas anders. Ich schätze mal ganz grob dass der Kreuzungsumbau zum Kreisverkehr in etwa so viel kostet wie der Ampelneubau mit Inbetriebnahme. Wartungskosten fallen dann nur noch durch Begehung o. ä. durch die Straßenmeisterei an, die ohnehin auch bei jeder Straße anfallen.

    Zusammenfassend möchte ich feststellen das niemand einen Kreisverkehr ignorieren kann(auch keine Raser), bei gleich frequentierten Straßen niemand durch einen Kreisverkehr behindert wird und was alle Steuerzahler angeht der Kreisverkehr kein Fass ohne Boden ist, ausgenommen Wartungsfirmen für die Ampelanlage.

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    JochenV
    19.02.2020

    Mir erscheint das Thema "Kreisverkehr" nach wie vor wie mit einem Tabu belegt, gehört es nicht vom Rand (so wie in dem Artikel) in die Mitte der Diskussion , vielleicht gemeinsam mit dem Verhalten der Behörde bislang ? Wozu natürlich auch das ausführliche Veröffentlichen der Ausgangsposition der Behörde zählt ?