An der gleichen Stelle: Zwei schwere Unfälle in 24 Stunden

In einer Rechtskurve in Eibenstock krachte es jetzt zweimal kurz hintereinander. Die Polizei hat einen Verdacht, warum.

Eibenstock.

Innerhalb kurzer Zeit haben sich auf der Bundesstraße 283 in Eibenstock zwei schwere Motorradunfälle ereignet. Nicht einmal 24Stunden nach der Karambolage am Freitagnachmittag krachte es am Samstag erneut auf der Strecke - an fast genau der gleichen Stelle.

Ein Motorradfahrer (50), der gegen 12 Uhr von Eibenstock in Richtung Ortsteil Wolfsgrün unterwegs war, verlor laut Polizeiangaben in einer Rechtskurve die Kontrolle über seine Maschine und stürzte. Dabei zog er sich so schwere Verletzungen zu, dass er mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Die Straße blieb für Stunden gesperrt.

Bereits am Freitag war ein Fahrer (41) gegen 15.45 Uhr mit seinem Krad Honda in der Rechtskurve ins Rutschen gekommen und daraufhin mit einem entgegenkommenden Skoda (Fahrerin: 36) kollidiert. Dabei wurden beide Personen verletzt, der Motorradfahrer sogar schwer. Die Feuerwehr, der Rettungsdienst und die Polizei waren im Einsatz. Es entstand ein Sachschaden von rund 15.000 Euro.

Zur genauen Unfallursache hat der Verkehrsunfalldienst in beiden Fällen Ermittlungen aufgenommen. Vermutet wird, dass die Fahrer auf Rollsplitt ausrutschten, der offenbar am Freitag nach Ausbesserungsarbeiten auf die Straße aufgetragen wurde. "Das könnte bei beiden Unfällen die Unfallursache gewesen sein", bestätigt ein Polizeisprecher. Die Männer, sagt er, hätten aber gewarnt sein müssen. Denn laut Polizei war ein Schild "Vorsicht, Rollsplitt" aufgestellt und die Geschwindigkeit auf Tempo 50 reduziert worden. "Aber da hält sich keiner dran", sagt er. Beide Männer seien mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs gewesen.

Wie ein Augenzeuge berichtet, soll kurz vor der Rechtskurve jedoch ein Tempo-70-Schild gestanden haben, das die Tempo 50 aufhebt. "Als Motorradfahrer hat man da auf Rollsplitt keine Chance." Die Polizei will sich zu Fragen der Beschilderung und ob es dabei womöglich zu einem Fehler gekommen ist, nicht äußern. Dafür sei die Verkehrsbehörde zuständig, heißt es.

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