Arbeiten an alter Fabrik in Aue gehen in letzte Runde

Aufträge für Wellner-Bau vergeben - Unternehmer als Investor im Spiel

Aue.

Für die Sanierung der ehemaligen Wellner-Fabrik in Aue hat der Stadtentwicklungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung vermutlich die zwei letzten Bauaufträge vergeben. Deren Gesamtwert summiert sich auf gut 380.000 Euro. Damit nähern sich die Arbeiten an der Gebäudehülle dem Abschluss.

Die Firma GSG Baugesellschaft aus Lauter-Bernsbach ist für gut 235.000 Euro mit dem Los Außenanlagen beauftragt worden. Wie der Auer Stadtplaner Nicky Scheinfuß berichtet, umfasst dieses neben den Arbeiten an einer neuen Zufahrtsstraße in den Hofbereich des Gebäudes auch den Bau einer Schrankenanlage sowie einer neuen Abwasserleitung. Für weitere 146.000 Euro soll die Firma Rüdiger Baugesellschaft aus Aue die sogenannten Baumeisterarbeiten übernehmen. Dazu zählen der Bau von Betonelementen wie Treppen, Rampen und Fundamente, aber auch Trockenlegungsarbeiten im Giebelbereich.

Die Stadt Aue-Bad Schlema investiert nach eigenen Angaben insgesamt rund 3,7Millionen Euro in die Sanierung der alten Besteckfabrik. Bei Wellner waren um 1920 rund 6000 Arbeiter beschäftigt; jährlich wurden 300.000 Tonnen Neusilber in alle Welt exportiert.

Nach Abschluss der Sanierung gibt es grobe Pläne, dass in zwei Etagen im - von hinten gesehen - rechten Gebäudeteil das Auer Stadtmuseum zieht. Den linken Gebäudeteil hatte die Stadt bereits 2014 verkauft. Die Bauer Tiefbauplanung GmbH hat es saniert und dort ihren Firmensitz eingerichtet. Offen blieb zuletzt, was mit dem mittleren Gebäudeteil passieren soll. Von einem Interessenten, der es erwerben will, war bislang die Rede.

Im Stadtentwicklungsausschuss verriet der Ordnungsbürgermeister Heinrich Kohl (CDU) nun weitere Details: So sei der potenzielle Investor für den mittleren Teil ein einheimischer Unternehmer, der Industriebedarf verwaltet. "Es ist eine sehr reale Chance. Er bringt viel Herzblut mit." Seinen Namen wollte er aber nicht bekannt geben. "Wir haben eine gewisse Vertraulichkeit vereinbart." Mit einer abschließenden Entscheidung rechnet Kohl in diesem Jahr nicht mehr: "Er muss es noch mit den Banken durchrechnen."

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