Arbeitsmarkt profitiert zunehmend vom Ausland

4146 Frauen und Männer aus anderen Staaten arbeiten im Erzgebirge

Aue/Schwarzenberg.

Die Dynamik auf dem hiesigen Arbeitsmarkt spiegelt sich auch in der Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse wider: 116.827 weist die jüngste Statistik für das Erzgebirge aus. "577 mehr als noch vor einem Jahr", erläutert Nino Sciretta, Leiter der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz.

Kontinuierlich hat in den vergangenen Jahren der Anteil ausländischer Beschäftigter zugenommen. 4146 Arbeitnehmer aus anderen Staaten arbeiten laut Sciretta aktuell im Erzgebirge. Zum Vergleich: 2010 lag deren Anteil bei 0,4 Prozent, mittlerweile sind es 3,6 Prozent. Mit mehr als der Hälfte kommt der überwiegende Teil aus Tschechien, derzeit 2324 Frauen und Männer. Zum Vergleich: 2010 waren es 70. Gro- ßen Anteil an dieser Entwicklung schreibt der Agenturleiter der Wirtschaftsförderung Erzgebirge und ihrem Willkommenszentrum zu.


Aber auch in Sachen Löhne sei eine Entwicklung spürbar. Zwar bilde der Erzgebirgskreis bei den mittleren Bruttomonatsentgelten von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten - den sogenannten Medianlöhnen - mit aktuell 2310 Euro brutto im Monat nach wie vor das Schlusslicht in Sachsen. Dagegen würden beispielsweise in Chemnitz bereits 2758 Euro brutto monatlich verdient. Der Erzgebirgskreis weise aber im Vergleich zu 2018 die dritthöchste Steigerung diesbezüglich im sächsischen Vergleich vor. Besser seien lediglich die Städte Chemnitz und Leipzig. Für Nino Sciretta das Signal: "Da ist Bewegung drin."

Unterdessen unterbreitet die Agentur für Arbeit Unternehmen auf der Suche nach ausländischen Fachkräften ein ganz neues Angebot: Am 5. September wird es erstmals einen Online Job Day für Unternehmen geben, kündigt Sciretta an. Arbeitgeber treffen dort online auf Bewerber aus ganz Europa. Die kostenfreien Registrierungen dafür sind ab sofort möglich. www.europeanjobdays.eu/

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