Aue-Bad Schlema einigt sich auf neues Wappen

Viele Monate ist die Stadt auf der Suche nach einem neuen Emblem gewesen. Jetzt gibt es den fertigen Entwurf. Darin spielen die Schönburger eine Rolle.

Aue-Bad Schlema.

Fünf verschiedene Entwürfe standen zur Wahl, nun ist die Entscheidung gefallen: Das neue gemeinsame Wappen der fusionierten Stadt Aue-Bad Schlema soll auf blauem Grund die Radonquelle, eine Brücke und drei Symbole zeigen: Schlägel und Eisen, ein Zahnrad sowie ein Schild. Darauf hat sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung geeinigt. Damit geht ein monatelanges Tauziehen um einen geeigneten Entwurf zu Ende.

Eigentlich hatte schon Ende 2019 feststehen sollen, welches Wappen es wird. Doch dann wurden außer der Reihe noch die Ortschaftsräte gehört, bei einem Heraldiker, der das Wappen entwarf, weitere Entwürfe angefordert - und auch Corona verzögerte die Abstimmung.

Der nun finale Entwurf ist ein Stück weit eine Mischung aus dem alten Bad Schlemaer und Auer Wappen. Seit der Fusion 2019 hatte die Stadt als offizielles Wappen vorläufig das von Aue verwendet. Gleichberechtigt beide alten Embleme zu verwenden, ist laut Stadtverwaltung nicht möglich, da nur eins abgedruckt werden darf.

Die Radonquelle im neuen Wappen symbolisiert Bad Schlema, die Brücke die Brückenstadt Aue. Schlägel und Eisen stehen für die Bergbautradition, das Zahnrad steht für die industrielle Entwicklung Aues. Ganz neu im finalen Entwurf ist ein Hinweis auf das Adelsgeschlecht der Schönburger in Form des rot-silbernen Schildes. Im Stadtrat hatten sich damit anfangs nicht alle anfreunden können, da diese heute keine Rolle mehr spielten, so die Kritik. Janine Werner aus dem Hauptamt erklärt: "Alberoda und Wildbach gehörten seit dem 15. Jahrhundert zur Schönburger Herrschaft und werden so repräsentiert."

Mit der Einigung auf den Entwurf ist der wichtigste Schritt zu einem neuen Wappen geschafft. Bis die Stadt dieses offiziell verwenden darf, werden aber noch einige Monate vergehen. Erst muss der Entwurf vom Staatsarchiv geprüft und später von der Rechtsaufsichtsbehörde genehmigt werden. "Wenn alles gut läuft, klappt das vielleicht bis Januar 2021", so Janine Werner.

 

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