Aue-Bad Schlema muss über neues Wappen entscheiden

Fünf Entwürfe für die Einheitsstadt wurden dem Stadtrat vorgestellt. Auch die Schönburger könnten eine Rolle spielen.

Aue-Bad Schlema.

Mit der Fusion der beiden Städte Aue und Bad Schlema braucht es ein neues Wappen, das die neue Einheitsstadt widerspiegelt. Doch wie soll es aussehen? Diese weitreichende Entscheidung soll der Stadtrat treffen. Um eine grobe Richtung vorzugeben, wurden bei der jüngsten Stadtratssitzung erstmals die fünf Entwürfe präsentiert. Diese hat der Heraldiker Michael Zapfe entwickelt, der auch schon das neue Wappen für den Erzgebirgskreis gestaltet hat.

"Unser offizielles Wappen ist derzeit das von Aue, denn man darf nicht zwei haben", erklärte Oberbürgermeister Heinrich Kohl (CDU). Dennoch verwende die Große Kreisstadt das Wappen von Bad Schlema mit auf den offiziellen Schreiben. "Deshalb brauchen wir ein neues Wappen. Damit dies vom sächsischen Innenministerium genehmigt wird, muss es den Vorschriften der Heraldik entsprechen", sagte Kohl. Daher habe man mit Michael Zapfe einen entsprechenden Experten beauftragt. Ein allgemeiner Ideenwettbewerb sei daher nicht infrage gekommen. Zusammen mit dem Beigeordneten Jens Müller und dem Leiter für Kultur und Tourismus, Steffen Möckel, wurden fünf Ideen entwickelt.

"Bei dem neuen Wappen habe ich mich auf die vorhandenen Elemente gestützt", erläuterte Michael Zapfe. So steht die Radonquelle bei allen Entwürfen in der Mitte. Gleichfalls überall vertreten - als Symbol für Aue - ist die Brücke. Spannten sich im alten Wappen der Stadt noch zwei Brückenbogen, ist jetzt nur noch einer übrig geblieben. Gleichfalls auf allen Entwürfen vertreten sind Schlägel und Eisen. "Sie stehen für den Bergbau in den Orten", sagte Zapfe. Und der OB ergänzte: "Bei der Darstellung müssen wir genau darauf achten, dass sie richtig ist. Denn häufig werden Schlägel und Hammer vertauscht."

Auch aus dem alten Auer Wappen entnommen ist das Zahnrad, das für die industrielle Entwicklung der Stadt steht. Neu im Entwurf ist das rot-weiße Wappen der Schönburger. "Da Alberoda und Wildbach unter dieser Herrschaft gegründet wurden, werden damit diese beiden Ortsteile repräsentiert", so der Heraldiker. Die im Entwurf fünf dargestellten Flüsse sollen den Zusammenfluss von Mulde und Schwarzwasser darstellen und als Zeichen des Zusammenwachsens stehen.

Insgesamt nahmen die Stadträte alle Entwürfe positiv auf. Dennoch gab es einige Kritik. So beispielsweise wurde die Quelle im Wappen drei als "Schokoladenbrunnen" bezeichnet. Gleichfalls fanden einige, dass die Brücke ohne die Stützen (nur im Entwurf vier mit) wie Bahngleise aussehen würden. Außerdem wurden auf ihr die roten Fahnen vom alten Auer Wappen vermisst. Nicht anfreunden konnten sich einige Stadträte mit dem Verweis auf die Schönburger. Diese spielten heute keine Rolle mehr und würden eher nach Hartenstein verortet. Wichtig dagegen sei, dass das Zahnrad erhalten bleibe. Denn dies stehe für die Industriegeschichte der Stadt.

Als nächstes sollen die Wappen im Verwaltungsausschuss diskutiert werden.

Welches Wappen würden die Bürger von Aue-Bad Schlema wählen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung: per Post an "Freie Presse", 08280 Aue, Schneeberger Straße 17 oder per Mail an red.aue@freiepresse.de.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    0
    485997
    27.09.2019

    Ich würde einfach beide Wappen als Allianzwappen führen, wie Annaberg-Buchholz.



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