Auer Zubringer nach Unfall für mehrere Stunden gesperrt

Auf der viel befahrenen Trasse ereignen sich seit Jahren schwere Zusammenstöße. Bei einem Unglück auf der Talbrücke sind jetzt sieben Menschen verletzt worden.

Aue-Bad Schlema.

Ein schwerer Unfall hat sich am Freitagmorgen auf dem Autobahnzubringer (S 255) kurz nach dem Ortsausgang Aue ereignet. Bei dem Frontalzusammenstoß eines Pkw und eines Kleintransporters wurden sieben Menschen verletzt, mehrere davon schwer. Die viel befahrene Straße war für viereinhalb Stunden voll gesperrt. Den Verkehr leitete die Polizei über Alberoda um.

Die Unfallstelle lag auf der Talbrücke, die Alberoda überspannt - auf offener Strecke. Wie konnte es dort zu der schweren Karambolage kommen? War an diesem Morgen, an dem die Temperaturen nur wenig über null Grad lagen, Glätte im Spiel? Diese Fragen konnte die Polizei am Freitag noch nicht beantworten. Zum Unfallhergang kann die zuständigen Polizeidirektion Chemnitz aber berichten, dass ein Renault-Kleintransporter die Straße aus Richtung Aue nach Hartenstein befuhr. Auf der Brücke geriet das Fahrzeug dabei in einer leichten Linkskurve auf die Gegenfahrbahn, wo es frontal mit einem entgegenkommenden Pkw VW kollidierte. Schwer verletzt wurden die beiden Fahrer sowie vier Insassen des Kleintransporters. Der VW-Fahrer konnte sich selbst aus seinem Auto retten, das bereits Feuer gefangen hatte. Eine weitere Mitfahrerin des Kleintransporters wurde leicht verletzt. Weitere Angaben zu Alter und Geschlecht der Verletzten konnte die Polizei am Freitag noch nicht machen. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 24.000 Euro.

Auf dem knapp zehn Kilometer langen Zubringer zwischen der Autobahnabfahrt Hartenstein und Aue kracht es immer wieder. So gilt der Kreuzungsbereich von S 255 und Bundesstraße 169 in Aue, die sogenannte McDonalds-Kreuzung, seit Jahren als Unfallschwerpunkt im Landkreis. Für das Jahr 2018 registrierte das Landratsamt dort 13 Unfälle - bei allen blieb es bei Sachschaden, Personen wurden laut Pressestelle nicht verletzt. Mit veränderten Grünphasen und umgebauten Abbiegespuren hatte man zuletzt versucht, den Unfallschwerpunkt zu entschärfen.

Nahe der Stelle, an der sich am Freitag der Unfall ereignete, gab es im vergangenen Jahr weitere schwere Unfälle. So im Februar, als zwei Pkw miteinander kollidierten, Personen wurden dabei nicht verletzt. Tragisch endete ein Unfall im April, bei dem ein Motorradfahrer starb. Er hatte versucht, einen Bus zu überholen, war mit einem entgegenkommenden Wagen kollidiert und gegen eine Leitplanke geprallt. In beiden Fällen musste die Straße über mehrere Stunden gesperrt werden. An einer anderen Stelle, wo man von der S 255 auf die Autobahnauffahrt Richtung Chemnitz auffährt, gab es in der Vergangenheit ebenfalls gehäuft Unfälle. Dort wurden inzwischen Ampeln installiert. Zum jüngsten Unfall ermittelt nun die Polizei und hofft auf Aussagen von Zeugen. Insbesondere interessieren Angaben zur Fahrtrichtung und zur Fahrweise der beteiligten Fahrzeuge. (mit nikm)

Zeugen können sich bei der Polizei melden unter der Rufnummer 0371 87400.

 

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