Auf Schildern an A 72 bleibt es trotz Fusion nur bei Aue

Einheitsstadt Alte Verkehrszeichen in Region sollen stehen bleiben.

Aue-Bad Schlema.

Gut Ding will Weile haben. Das könnte man auch beim Austausch der Verkehrsschilder für die am 1. Januar 2019 neu entstandene Stadt Aue-Bad Schlema meinen. Mehr als ein Jahr nach dem Zusammenschluss weisen Autofahrern in der Region noch alte Schilder den Weg gen Aue und Bad Schlema. Wann kommt Ersatz? Die Kurzantwort: gar nicht.

Wie das Landratsamt auf Anfrage von "Freie Presse" berichtet, werden bei Zusammenschlüssen von Kommunen vorzugsweise die alten Namen weiter genannt. Auf den Schildern im Erzgebirgskreis den Stadtnamen Aue um Bad Schlema zu ergänzen und umgekehrt, sei deshalb nicht vorgesehen. Zumal dies mit "einer Vergrößerung des Zeichens oder dem Austausch des Wegweisers verbunden wäre", erklärt Landkreissprecher Stefan Pechfelder. Die Entscheidung sei "im Sinne der Wirtschaftlichkeit". Heißt also: Der Kreis kann so Geld sparen.

Auch direkt an der Autobahn wird künftig nicht der Stadtname Aue-Bad Schlema zu lesen sein. Vier Schilder und zwei sogenannte Vorwegweiser mit Aue müssten dafür an A 72 ersetzt werden. Doch das ist nicht geplant, erklärt das zuständige Landesstraßenbauamt. Die Aussage ist insofern überraschend, als dass die Behörde 2019 noch mitgeteilt hatte, dass es einen Änderungsbedarf gibt. Nun die Kehrtwende. Wie der Sprecher Frank Grossmann erklärt, ist es möglich sowohl Städte als auch Ortsteile auszuschildern. "Insofern ist die weitere Benennung von Aue nicht falsch." Bei Zusammenschlüssen die alten Schilder zu behalten, sei auch deswegen sinnvoll, "da die einzelnen Ortsteile häufig über unterschiedliche Führungen erreicht werden".

Bereits ausgetauscht wurden dagegen vergangenes Jahr gut 40 Ortseingangsschilder in Aue-Bad Schlema. Darauf ist nun neben dem jeweiligen Ortsteilnamen auch die Bezeichnung "Große Kreisstadt Aue-Bad Schlema" zu lesen. Kosten für die Umtauschaktion laut Landkreis: circa 3500 Euro.


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