Ausbildung: 727 Stellen sind noch nicht besetzt

14 Jugendliche starten beim Regionalverkehr Erzgebirge ins Berufsleben

Annaberg-Buchholz/Aue.

Bei den ersten Unternehmen im Erzgebirge hat das neue Ausbildungsjahr bereits begonnen. So sind zum Beispiel beim Regionalverkehr Erzgebirge - und dessen Tochterunternehmen, der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft - in dieser Woche 14 junge Frauen und Männer in ihr Berufsleben gestartet. Sie werden nach Angaben des Unternehmens in den Bereichen Kaufmann/-frau für Büromanagement, Kraftfahrzeugmechatroniker, Berufskraftfahrer/-in Personenverkehr sowie Industriemechaniker ausgebildet. Damit gehören jetzt zu den insgesamt 660 Mitarbeitern des Unternehmens 41 Auszubildende.

Unterdessen hat auf dem Ausbildungsmarkt im Erzgebirge die heiße Phase begonnen. "Viele Bewerber entscheiden sich jetzt für einen Ausbildungsplatz, und auch die Arbeitgeber besetzen ihre Lehrstellen", berichtet Siegfried Bäumler, Leiter der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz. Momentan weist die Statistik der Agentur noch 727 freie Ausbildungsstellen aus. Demgegenüber stehen aber nur 417 Bewerberinnen und Bewerber, die mit Hilfe der Berufsberatung einen Ausbildungsplatz suchen. Eine Herausforderung für die Berufsberater in den nächsten zwei Monaten, erklärt Siegfried Bäumler. Auf den ersten Blick würde zwar vieles passen, was die Wünsche der Jugendlichen und die Angebote des Ausbildungsmarktes betrifft. Aber ob sich das letztlich auch realisieren lasse, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

Nach wie vor die beliebtesten Berufe seien bei den jungen Frauen die Verkäuferin und bei den jungen Männern der Mechatroniker. Nachwuchs gesucht wird aber überwiegend im verarbeitenden Gewerbe. Dort gibt es laut Arbeitsagentur gegenwärtig noch 322 unbesetzte Ausbildungsplätze. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen das Baugewerbe mit 118 offenen Stellen und die Kraftfahrzeugbranche mit 108 Angeboten - Lücken, die sich auch durch Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht schließen lassen. Von denen hat es laut Bäumler in diesem Jahr bisher zwar 30 Interessenten gegeben, bisher seien aber nur sieben in eine Ausbildung gebracht.

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