Autos auf Waldwegen behindern Holztransport

Förster bitten Pilzsammler um Rücksicht - Arbeit bereitet weiter Käferplage

Eibenstock.

Wer Pilze sammeln gehen will, erliegt gern mal der Versuchung, sein Auto gleich am Waldesrand abzustellen. Das kann teuer werden. "Die widerrechtliche Nutzung gesperrter Waldwege wird mit 30 Euro geahndet, tritt eine Wiederholung ein oder wird die Forstwirtschaft bei der Arbeit behindert, können daraus auch 50 Euro werden. Laut Sächsischem Waldgesetz können aber auch bis zu 2500 Euro veranschlagt werden", macht Michael Pfalz, im Forstbezirk Eibenstock zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, aufmerksam.

Die Revierförster haben ein Auge darauf, ob Wege zugestellt werden, fotografieren Fahrzeuge und geben die Angelegenheit an die Untere Forstbehörde im Landratsamt weiter. Ein wichtiger Grund für das strenge Ahnden liegt darin, dass zurzeit immer wieder Holztransporte stattfinden und die beauftragten Fuhrunternehmen freie Waldwege und Mündungstrichter an den Straßen für ihre langen Fahrzeuge brauchen. Waldbesucher bittet die Forstverwaltung, "ihre Fahrzeuge auf den Waldparkplätzen abzustellen oder lieber mit dem Fahrrad beziehungsweise zu Fuß in den Wald zu kommen."

Was den Borkenkäfer betrifft, können die Forstleute erst einmal aufatmen. Feuchte Witterung, kürzer werdende Tage und kalte Nächte sorgen dafür, dass sich der Borkenkäfer in Winterruhe begibt. Weil sich Käfer, Larve und Ei dafür Bäume aussuchen, versuchen die Forstleute trotzdem weiter, die Ausbreitung des Schädlings zu verhindern und lassen befallene Bäume entrinden beziehungsweise abtransportieren. Von liegendem Holz geht im nächsten Frühjahr ein erhöhtes Risiko aus. Aber nicht immer gibt es laut Forst die entsprechenden Kapazitäten für den Abtransport. Die Alternative liegt im Entrinden der Stämme. "Von der abgeschälten Rinde geht keine weitere Gefahr aus, sie wird dem Nährstoffkreislauf wieder zugeführt", so Pfalz. Auch Baumkronen und Abschnitte verbleiben im Bestand.

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