Bärtigem Gesellen fehlt noch der Name

An der Wanderhütte in Carlsfeld, die Endpunkt der Fackelwanderungen ist, steht nun ein beliebtes Fotomotiv. Bald kommt ein Zweites hinzu.

Carlsfeld.

Da steht er nun: Der bärtige, hölzerne Geselle an der Wanderhütte in Carlsfeld. Ein Koloss, mit Schwammekorb, Schlapphut, Stiefeln und Wanderstock - aber ohne Name. Aus dem Holz hat den "alten Carlsfelder" Bernd Voigt aus Zschorlau im Auftrag des Fremdenverkehrsvereins Carlsfeld geschält.

"Es war schon lange unser Wunsch, mal wieder etwas für die Touristen zu tun", sagt Vereinsvorsitzende Martina Zapf. In Henneberg bei Johanngeorgenstadt, wo in regelmäßigen Abständen ein Kettensägenschnitzen stattfindet, sprach sie Bernd Voigt an. Doch von der Idee bis zur Umsetzung sollte einige Zeit vergehen. Dann aber ging's ganz schnell: Als ein passender Fichtenstamm, der natürlich aus dem Erzgebirge stammt, gefunden war, machte sich Voigt ans Werk. Vier Tage lang war der Kettensägenschnitzer beschäftigt. "Eine schöne Aufgabe, ein angenehmer Auftrag", sagt der Zschorlauer, der einiges als Spende beisteuerte. "Solche Sachen muss man einfach unterstützen", findet der 60-Jährige. Schließlich sei es Tourismusförderung. Nachdem die Figur ihre Form erhalten hatte, griff Martina Zapfs Mann Peter zu Holzschutzöl und Pinsel. "Ich gehe davon aus, dass die Figur zehn bis zwölf Jahre hält", sagt Voigt. Sie stehe leicht geschützt unterm Blockhausdach und auf einem Fundament. Und das Schlimmste für solche Figuren sei die Feuchtigkeit von unten.

Längst hat sich der "alte Carlsfelder" zum beliebten Fotomotiv entwickelt, und damit er nicht so einsam an der Hütte steht, soll er jetzt sogar noch eine Frau erhalten. Den dafür notwendigen Stamm hat Voigt mit in seine Werkstatt genommen, um ihm in den nächsten Wochen ein Stück weit Leben einzuhauchen.

Parallel dazu wird für die bereits vorhandene Figur ein Name gesucht. Vorschläge können in der Touristinformation in Carlsfeld abgegeben werden. "Wir wollen einfach, dass diese Ecke ein richtiges Schmuckstück wird", sagt Martina Zapf und ergänzt: "Sie ist die Endstation unserer Fackelwanderungen, die wir im Winter anbieten und die auf große Resonanz stoßen." An der Hütte werde gegrillt und ein bissel was getrunken, ganz oft stimme spontan jemand ein Lied an. Zum Auftakt der Fackelwanderungen in der Wintersaison 2019/2020 am 28.Dezember, 18 Uhr ist zudem Live-Musik geplant. Im Januar starten die Touren im Fackelschein dann immer freitags, 18 Uhr an der Touristinfo am "Grünen Baum", im Februar donnerstags ab 18 Uhr. "Es ist eine familienfreundliche Strecke von nur 2,5 Kilometern. Sie wird von einem Wanderführer begleitet, der auch Wissen weitergibt und ein paar Schnorken erzählt", erklärt Martina Zapf. Eine Voranmeldung unter der Rufnummer 037752 2000 oder per E-Mail info@carlsfeld.com ist erforderlich.

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